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Imkerei

Tracht

Auch: Haupttracht, Nebentracht, Trachtangebot

Tracht ist der Zeitraum, in dem Nektar oder Honigtau reichlich verfügbar sind und die Bienen sie aktiv eintragen und zu Honig verarbeiten.

Der Begriff Tracht bezeichnet sowohl die Quelle — die blühende Pflanze oder das Ausscheidungsprodukt von Blattläusen — als auch den Zeitraum des intensiven Eintrags. In Mitteleuropa unterscheidet man Frühjahrstracht (Obstblüte, Löwenzahn, Raps — April bis Juni), Sommertracht (Linde, Klee, Himbeere — Juni bis Juli) und ergänzende Spättracht (Buchweizen, Sonnenblume, Heide — August bis September).

Die Trachtstärke misst man mit einer Stockwaage: Auflösungen von 100 g und feiner erlauben es, den täglichen Zuwachs aufzuzeichnen. Werte über 2 kg je Tag stehen für eine kräftige Tracht, über 5 kg je Tag für eine außergewöhnliche. Eine Rapstracht kann unter optimalen Bedingungen — großer Schlag, warme sonnige Tage — 30 bis 60 kg Honig je starkem Volk bringen.

Die Waldtracht aus Honigtau von Blatt- und Schildläusen an Laub- und Nadelbäumen ist typisch für Mittelgebirge und Alpenraum — Schwarzwald, Bayerischer Wald, Waldviertel, Alpenvorland. Waldhonig ist dunkler, kräftiger im Geschmack und enthält weniger Saccharose als Blütenhonig.

Das richtige Timing der Wanderung zu den Trachtquellen ist die Grundlage rentabler Imkerei. Zur Rapstracht sollten die Völker zwei bis drei Tage vor der Vollblüte am Standort stehen.

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