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Imkerei

Wandern

Auch: Wanderimkerei, Trachtwanderung

Wandern heißt, die Völker den Trachten hinterherzufahren, um nacheinander verschiedene Nektar- und Honigtauquellen zu nutzen und den Ertrag zu steigern.

Das Wandern ist die wirksamste Methode, den Honigertrag zu steigern. Im deutschsprachigen Raum sind die klassischen Ziele der Raps im April und Mai, Robinie und Linde im Juni, der Wald zur Honigtautracht im Sommer, die Sonnenblume im August sowie die Heide in der Lüneburger Heide von August bis September.

Gefahren wird nachts, wenn alle Flugbienen im Stock sind. Das Flugloch wird mit einem belüfteten Gitterverschluss geschlossen, die Zargen werden mit Spanngurten oder Beutenklammern gesichert und die Beuten mit Gitterboden für ausreichenden Luftaustausch verladen. Der Transport sollte nicht länger als eine Nacht dauern — bei Hitze und Stau droht das Erstickungs- und Überhitzungsrisiko.

Am neuen Standort bleibt das Flugloch noch ein bis zwei Stunden geschlossen, geöffnet wird am frühen Morgen. Wichtig ist die Entfernungsregel: Unter drei Kilometern finden die Flugbienen zum alten Platz zurück. Entweder man versetzt weniger als etwa 50 Meter — dann orientieren sie sich neu — oder mehr als drei Kilometer.

Rechtlich verlangt das Wandern gesunde Völker. In Deutschland ist beim Verbringen in einen anderen Landkreis ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis mitzuführen, das bescheinigt, dass der Bestand frei von Amerikanischer Faulbrut ist und nicht in einem Sperrbezirk liegt; in Österreich gelten entsprechende Bestimmungen der Landesgesetze. Zusätzlich braucht man die Erlaubnis des Grundeigentümers.

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