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Imkerei

Honigertrag

Auch: Honigernte, Ertrag je Volk

Der Honigertrag ist die je Volk und Saison geerntete Honigmenge in Kilogramm — die zentrale wirtschaftliche Kennzahl der Imkerei.

Der Honigertrag hängt vom genetischen Potenzial der Königin, der Volksstärke, dem Trachtangebot und der Witterung ab. In Deutschland und Österreich liegt der Durchschnitt je nach Jahr meist zwischen 20 und 40 kg je Volk; in guten Raps- und Lindenlagen kann ein starkes Wirtschaftsvolk 60 bis 80 kg und mehr bringen, in einem verregneten Trachtjahr dagegen kaum die eigene Winterversorgung.

Entscheidend ist die Dichte blühender Pflanzen im Flugradius von drei bis fünf Kilometern und deren zeitliche Verteilung. In ausgeräumten Ackerbaulandschaften mit Weizen und Mais entsteht nach der Rapsblüte ein Trachtloch — genau hier setzen Blühstreifen und Blühflächen der Öko-Regelungen und Agrarumweltmaßnahmen an, die zugleich Bestäubern und Imkern zugutekommen.

Die Wanderung zu den Trachten erhöht den Ertrag, verlangt aber Organisation und körperlichen Einsatz: zum Raps im April und Mai, zur Linde und Robinie im Juni, in den Wald zur Honigtautracht im Sommer, zur Heide in der Lüneburger Heide im August und September.

Wirtschaftlich rechnet sich die Imkerei über Ertrag mal Preis abzüglich Kosten für Futter, Behandlungsmittel, Gläser und Wabenerneuerung. Im Direktverkauf erzielt das 500-Gramm-Glas deutscher Honig üblicherweise Preise im Bereich von sechs bis acht Euro, sodass ein Nebenerwerb meist ab einigen Dutzend Völkern trägt.

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