Honigschleuder
Die Honigschleuder ist eine Zentrifuge, in der entdeckelte Waben rotieren und der Honig durch die Fliehkraft aus den Zellen geschleudert wird.
Die Honigschleuder arbeitet nach dem Prinzip der Zentrifugation. Die Waben stehen entweder radial — mit der Schmalseite zur Drehachse — oder tangential, also parallel zur Korbwand. Radialschleudern entleeren beide Wabenseiten gleichzeitig und sind bei größeren Imkereien üblich; bei Tangentialschleudern muss die Wabe zwischendurch gewendet werden.
Die Größen reichen von der handbetriebenen Schleuder für zwei bis sechs Waben über kleine Motorschleudern für sechs bis zwölf Waben bis zu Anlagen für 24 bis 48 Waben. Berufsimkereien arbeiten mit Selbstwendeschleudern, elektronischer Drehzahlregelung über Frequenzumrichter und angeschlossenen Entdeckelungsmaschinen.
Der an der Korbwand abfließende Honig sammelt sich am Boden und läuft über den Quetschhahn durch ein Doppelsieb in den Abfüllbehälter. Das Sieben entfernt Wachsteilchen, die anschließende Klärung von zwölf bis 24 Stunden lässt Luftbläschen und feine Schwebstoffe aufsteigen, die abgeschäumt werden.
Schleuder und Zubehör müssen aus lebensmittelechtem Edelstahl bestehen; die Anforderungen an Räume und Geräte ergeben sich aus dem EU-Lebensmittelhygienerecht und sind Voraussetzung für die Vermarktung, etwa im Deutschen Imkerbund-Glas.