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Imkerei

Honigschleudern

Auch: Schleudern, Honigernte

Beim Schleudern wird der reife Honig aus den entdeckelten Waben mit einer Zentrifuge herausgeschleudert und läuft in den Abfüllbehälter.

Vor dem Schleudern stehen mehrere Schritte: Die Honigwaben werden bienenfrei gemacht — mit Bienenflucht, Abkehrbesen oder Bläser —, in einen bienendichten Raum gebracht und entdeckelt, mit Entdeckelungsgabel, Entdeckelungsmesser oder Dampfentdeckler. Dann kommen sie in die Schleuder.

Geschleudert wird zunächst langsam mit 70 bis 100 Umdrehungen je Minute, damit die Waben nicht brechen, danach mit der Arbeitsdrehzahl von 200 bis 500 Umdrehungen je nach Korbdurchmesser. In der Radialschleuder genügt ein Durchgang, in der Tangentialschleuder muss gewendet werden.

Der frisch geschleuderte Honig läuft durch ein Doppelsieb und ruht anschließend 24 bis 48 Stunden im geschlossenen Klärbehälter. Luftbläschen und feine Wachsteilchen steigen auf und werden abgeschäumt, bevor abgefüllt wird.

Vor dem Abfüllen wird der Wassergehalt mit dem Refraktometer bestimmt. Die Honigverordnung, die die EU-Honigrichtlinie 2001/110/EG umsetzt, lässt höchstens 20 % Wasser zu; das Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes verlangt strengere 18 %. Honig mit höherem Wassergehalt gärt und darf nicht als Honig in den Verkehr gebracht werden.

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