Einwinterung
Die Einwinterung umfasst alle Arbeiten am Ende der Saison, mit denen der Imker das Volk mit ausreichend Futter und behandelter Milbenlast in die Winterruhe schickt.
Zur Einwinterung gehören mehrere Schritte: die Beurteilung der Volksstärke und des Zustands der Königin, die Varroabehandlung — Ameisensäure im Spätsommer, Oxalsäure als Restentmilbung im brutfreien Zustand von November bis Dezember —, das Auffüttern auf 15 bis 20 kg Winterfutter, das Verengen des Fluglochs, das Abnehmen der Honigräume und die Kontrolle der Belüftung sowie des Mäusegitters.
Gefüttert wird mit Zuckerlösung im Gewichtsverhältnis 3:2 oder mit fertigem Futtersirup, ab Ende Juli bis spätestens Mitte September, damit die Bienen das Futter noch einlagern und verdeckeln können. Zu spätes Füttern führt zu unreifem, gärendem Winterfutter.
Die Wintertraube bildet sich im unteren Teil des Brutnestes, sobald die Temperatur unter etwa 14 °C fällt. Die Arbeiterinnen erzeugen Wärme durch Muskelzittern und wandern vom kühlen Rand in die Mitte. Im Kern hält die Traube 20 bis 25 °C, bei Brut deutlich mehr.
Entscheidend für den Erfolg sind gesunde Winterbienen: Arbeiterinnen, die keine Brut gepflegt haben, besitzen einen großen Fettkörper und überleben bis zu sechs Monate. Eine durch Varroa und Viren geschädigte Wintergeneration lässt das Volk noch vor der Frühjahrsentwicklung zusammenbrechen — deshalb ist der Zeitpunkt der Sommerbehandlung so wichtig.