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Imkerei

Nosemose

Auch: Nosema, Nosema apis, Vairimorpha ceranae

Die Nosemose ist eine durch Mikrosporidien verursachte Darmerkrankung erwachsener Bienen, die zu Ruhr, Schwächung und verkürzter Lebensdauer führt.

Nosema apis ist der in Europa ursprünglich heimische Erreger, Nosema ceranae — heute meist als Vairimorpha ceranae geführt — stammt aus Asien und dominiert inzwischen in Mitteleuropa. Anders als N. apis verursacht sie kaum die typischen Kotspritzer am Flugloch, sondern eine schleichende Schwächung mit deutlich verkürzter Lebensdauer der Arbeiterinnen.

Die Sporen werden oral über verunreinigtes Futter oder Wasser aufgenommen. Im Mitteldarm keimen sie und befallen die Epithelzellen, was die Nährstoffaufnahme herabsetzt. Befallene Bienen können die Brut schlechter pflegen und leben kürzer — eine Abwärtsspirale, die das ganze Volk schwächt.

Die Diagnose erfolgt mikroskopisch aus dem Hinterleibshomogenat von 30 bis 60 Bienen, wobei die Sporenzahl je Biene bestimmt wird. Fumagillin ist in der EU nicht zugelassen, eine zugelassene medikamentöse Behandlung gibt es damit nicht. Die Bekämpfung stützt sich auf Hygiene, konsequente Wabenerneuerung, das Abflammen oder Behandeln der Beuten mit Essigsäure, starke Völker und eine sichere Einwinterung.

Honigtauhonig als Winterfutter erhöht das Risiko deutlich, weil die unverdaulichen Dextrine den Darm belasten und Ruhr auslösen. Deshalb wird er im Spätsommer abgeerntet und durch Zuckerlösung ersetzt.

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