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Imkerei

Varroose

Auch: Varroatose, Varroa, Varroa destructor

Die Varroose ist die wirtschaftlich bedeutendste Bienenkrankheit; die Milbe Varroa destructor schwächt die Brut und überträgt Viren.

Varroa destructor — 2000 als eigene Art von Varroa jacobsoni abgetrennt, die nur die Östliche Honigbiene Apis cerana befällt — ist eine aus Asien eingeschleppte ektoparasitische Milbe, die heute praktisch jedes Volk der Westlichen Honigbiene in Europa befällt. Das Weibchen ist rotbraun, oval, 1,1 × 1,6 mm groß und saugt am Fettkörper von Puppen und erwachsenen Bienen.

Die Vermehrung findet in der verdeckelten Brut statt: Das Weibchen schlüpft kurz vor der Verdeckelung in die Zelle, legt ein männliches und vier bis fünf weibliche Eier; ins Freie gelangen die fertigen Milben erst, wenn die Jungbiene schlüpft. Drohnenbrut wird bevorzugt, weil deren längere Entwicklungszeit mehr Nachkommen zulässt — genau darauf beruht das Ausschneiden der Drohnenbrut als biotechnische Maßnahme.

Unbehandelt bricht ein Volk in der Regel innerhalb von zwei bis vier Jahren zusammen. Neben dem direkten Schaden schwächt die Milbe die Immunabwehr und überträgt Viren, allen voran das Flügeldeformationsvirus DWV. In Deutschland und Österreich hat sich das Behandlungskonzept aus Sommerbehandlung mit Ameisensäure nach der Abschleuderung und Restentmilbung mit Oxalsäure im brutfreien Winter durchgesetzt; zugelassen sind daneben Thymolpräparate sowie Amitraz- und Pyrethroidstreifen.

Der Befall wird über den natürlichen Milbenfall auf der Bodeneinlage, über die Puderzuckermethode oder die Alkoholauswaschung überwacht. Als Handlungsschwelle gelten im Sommer etwa zehn Milben natürlicher Tagesfall oder rund drei Milben je hundert Bienen.

Externe Quelle: Wikipedia: Varroamilbe
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