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Imkerei

Verdeckelung

Auch: Verdeckeln, Zellverdeckelung

Die Verdeckelung ist der Verschluss der Zelle mit einem Wachsdeckel — bei der Brut schließt sie die Puppe ein, beim Honig zeigt sie die Reife an, also unter 18 % Wasser.

Die Brut wird etwa am sechsten Tag nach der Eiablage verdeckelt, also nach drei Tagen als Ei und drei Tagen als Larve. Die Arbeiterinnen verschließen die Zelle mit einem flachen bis leicht gewölbten, luftdurchlässigen Wachsdeckel; darunter spinnt die Larve ihren Kokon und verpuppt sich. Gesunde verdeckelte Brut ist hell bräunlich und gleichmäßig gewölbt — eingesunkene, dunkle oder durchlöcherte Deckel sind ein Krankheitszeichen.

Beim Honig ist die Verdeckelung das entscheidende Reifesignal: Die Bienen verschließen die Zelle erst, wenn der Wassergehalt unter 17 bis 18 % gesunken ist. Honig mit höherem Wassergehalt gärt. Daraus folgt die Faustregel, nur Waben zu schleudern, die zu mindestens zwei Dritteln verdeckelt sind — im Zweifel entscheidet das Refraktometer.

Honigdeckel können trocken — weiß und luftunterlegt — oder nass anliegend sein. Trockene Deckel sind für den Verkauf von Wabenhonig gefragt. Zum Entdeckeln dienen Entdeckelungsgabel, Entdeckelungsmesser oder Dampfentdeckler.

Lückige oder auffällig veränderte verdeckelte Brut deutet je nach Bild auf Kalkbrut, Sackbrut oder Faulbrut hin und erfordert eine genaue Diagnose.

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