Wabenbau
Als Wabenbau bezeichnet man die Gesamtheit aller Waben in der Beute — den Lebensraum des Volkes mit Brut- und Honigzonen.
Der Begriff Wabenbau umfasst alle Waben — Brutwaben wie Honigwaben — die in den Rähmchen des Brut- und Honigraums hängen. Die Qualität des Wabenbaus gehört zu den wichtigsten Merkmalen, die bei der Frühjahrsdurchsicht beurteilt werden.
Ein gesunder Bau ist geschlossen: Das Brutnest ist kompakt zusammenhängend, Honig und Pollen liegen gleichmäßig am Rand und im oberen Bereich der Waben. Lückige oder verstreute Brut deutet auf Krankheit — Faulbrut oder Sackbrut —, auf Probleme mit der Königin oder auf ungünstige äußere Bedingungen hin.
Alte schwarze Waben werden im Brutraum alle ein bis zwei Jahre ersetzt; im Honigraum halten Waben länger, weil sich dort keine Larvenhäutchen ansammeln. Die regelmäßige Wabenerneuerung senkt die chemische Belastung — Rückstände von Akariziden reichern sich im Wachs an — und verbessert die Nesthygiene.
Der Imker nutzt die Zahl der besetzten Waben als Maß für die Volksstärke: Ein starkes einwinterndes Volk besetzt in der Zander- oder Deutsch-Normalmaß-Beute etwa acht bis zehn Rähmchen. Eine mit Pollen gefüllte Wabe heißt Pollenwabe und bildet den Eiweißvorrat für die Frühjahrsentwicklung.