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Imkerei

Wabe

Auch: Bienenwabe, Wabenwerk

Die Wabe ist das System sechseckiger Wachszellen, das die Bienen als Lager für Honig und Pollen sowie als Kinderstube für die Brut bauen.

Die Wabe entsteht aus Wachsplättchen, die die Arbeiterinnen aus vier Paar Wachsdrüsen am Hinterleib ausschwitzen. Eine Arbeiterin erzeugt in ihrem Leben ein bis zwei Gramm Wachs; für ein Kilogramm Wabenbau verbraucht das Volk etwa sechs bis acht Kilogramm Honig. Gebaut wird vor allem bei gutem Nektarangebot und warmer Witterung.

Die sechseckige Zelle ist geometrisch optimal — sie bietet maximales Volumen bei minimalem Materialeinsatz. Arbeiterinnenzellen messen im Durchmesser rund 5,2 bis 5,4 mm, Drohnenzellen 6,2 bis 6,9 mm. In der modernen Magazinbeute hängen die Waben senkrecht in Rähmchen.

Im Brutraum dienen die Zellen der Eiablage und der Aufzucht der Larven. Im Honigraum sind sie mit reifem Honig gefüllt und mit einem Wachsdeckel verschlossen. Pollen wird als Bienenbrot in den Zellen unmittelbar am Brutnest eingelagert und dort in verschiedenfarbigen Schichten festgestampft.

Alte, dunkle Waben mit eingelagerten Larvenhäutchen verschlechtern die Hygiene und erhöhen das Krankheitsrisiko. Imker erneuern deshalb jedes Jahr oder alle zwei Jahre einen Teil der Waben, vor allem im Brutraum. Ausgemusterte Waben werden eingeschmolzen, das Wachs wird verkauft oder zu Mittelwänden verarbeitet.

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