Rähmchen
Das Rähmchen ist der hölzerne oder kunststoffene Träger, in dem die Bienen ihre Wabe bauen; sein Maß bestimmt das Beutensystem und erlaubt den Wabentausch ohne Beschädigung.
Ein Rähmchen besteht aus Ober- und Unterträger sowie zwei Seitenteilen. Genormte Maße sorgen dafür, dass Waben zwischen Beuten desselben Systems beliebig getauscht werden können. Im deutschsprachigen Raum am weitesten verbreitet sind Zandermaß (420 × 220 mm) und Deutsch Normalmaß (370 × 223 mm), daneben Dadant-Blatt und Langstroth; in Österreich ist zusätzlich das Zandermaß dominierend, historisch auch das Kuntzsch-Hochmaß. Honigraumrähmchen sind oft nur halb so hoch wie Brutraumrähmchen.
Das Rähmchen wird mit drei bis vier Reihen Edelstahldraht bespannt, an denen die Mittelwand — eine vorgeprägte Wachsplatte als Bauvorlage — eingelötet wird. Alternativ gibt es Rähmchen mit Kunststoffmittelwand oder reine Anfangsstreifen für den Naturwabenbau.
Zwischen benachbarten Rähmchen wird der Bienenabstand (bee space) von 6 bis 9 mm eingehalten. Diesen Zusammenhang beschrieb der amerikanische Imker Lorenzo Langstroth 1851 — er ist die Grundlage der beweglichen Wabe. Ein kleinerer Abstand wird mit Propolis verkittet, ein größerer mit Wildbau ausgefüllt.
Rähmchen werden an den Seitenteilen angefasst, nicht allein am Oberträger — sonst reißt die Wabe aus. Der Handel liefert sie fertig oder als Bausatz.