Drohn
Der Drohn ist das Männchen der Honigbiene; seine einzige biologische Aufgabe ist die Begattung der Königin auf dem Hochzeitsflug.
Der Drohn entwickelt sich parthenogenetisch aus einem unbefruchteten Ei und benötigt dafür etwa 24 Tage. Ausgewachsen wiegt er 200 bis 250 mg. Drohnen besitzen weder Stachel noch Pollenkörbchen — sie können sich nicht selbst versorgen und sind vollständig auf die Vorräte des Volkes angewiesen.
In der Saison von April bis August leben 200 bis 1.500 Drohnen in einem Volk. An warmen, sonnigen Tagen verlassen sie den Stock und fliegen zu den Drohnensammelplätzen, wo sie auf Königinnen warten. Ein Drohn, der sich mit einer Königin paart, stirbt unmittelbar nach der Kopulation.
Am Ende der Saison, meist im August und September, treiben die Arbeiterinnen die Drohnen aus dem Stock — die sogenannte Drohnenschlacht senkt den Verbrauch der Wintervorräte. Treten Drohnen außerhalb der üblichen Zeit oder in auffällig großer Zahl auf, kann das auf den Verlust der Königin oder auf Weisellosigkeit hindeuten.
In der Zucht spielt die Drohnenqualität eine Schlüsselrolle, denn Drohnen tragen das Erbgut weiter — auf dem freien Hochzeitsflug allerdings völlig unkontrolliert. Die kontrollierte Anpaarung auf einer Belegstelle oder mittels künstlicher Besamung ist deshalb das entscheidende Selektionswerkzeug.