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Imkerei

Begattungskästchen

Auch: Begattungseinheit, Apidea, Kirchhainer, Mini Plus

Das Begattungskästchen ist eine Kleinsteinheit mit wenigen Miniwaben, in der Königinnenzüchter junge Königinnen zur Anpaarung an eine Belegstelle bringen.

Ein Begattungskästchen ist eine Miniaturbeute, deren Wabenmaß etwa einem Drittel oder Viertel eines Normalrähmchens entspricht. Verbreitete Systeme sind Apidea, das Kirchhainer Begattungskästchen und Mini Plus — Letzteres arbeitet mit größeren Waben und kann als Kleinvolk überwintert werden.

Besetzt wird es mit einer Handvoll junger Bienen von etwa 100 bis 300 g, etwas Futterteig und einer schlupfreifen Weiselzelle oder frisch geschlüpften unbegatteten Königin. Die Bienen pflegen die Königin während ihrer Reifezeit.

Sieben bis vierzehn Tage nach dem Schlupf fliegt die Königin zur Begattung aus. Steht das Kästchen auf einer Belegstelle — einer Insel oder einem abgeschirmten Gebirgstal —, sind im Umkreis nur Drohnen der ausgewählten Vatervölker unterwegs, sodass die Anpaarung kontrolliert erfolgt.

Nach der Begattung wird die Eiablage kontrolliert; zeigt die Königin binnen zehn Tagen ein geschlossenes Brutbild, wird sie gekäfigt und versandt oder in ein Wirtschaftsvolk umgeweiselt. Das Kästchen nimmt danach die nächste Zelle auf. Nachteil der kleinen Einheiten: Bei anhaltend schlechtem Wetter verhungern sie schnell und müssen nachgefüttert werden.

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