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Imkerei

Ableger

Auch: Jungvolk, Begattungsableger, Nucleus

Der Ableger ist ein vom Imker künstlich gebildetes Jungvolk aus Brutwaben, Bienen und einer jungen Königin oder Weiselzelle — die kontrollierte Alternative zum Schwärmen.

Der Ableger ist die wichtigste Methode der kontrollierten Vermehrung ohne Schwarmverlust. Gebildet wird er aus üblicherweise drei bis sechs Waben mit Brut, Futter und aufsitzenden Bienen, entnommen aus einem oder mehreren starken Völkern. Dazu kommt entweder eine verdeckelte Weiselzelle aus der Zucht, eine zugekaufte begattete Königin oder eine unbegattete Königin.

Der Ableger wird an einem neuen Standort aufgestellt oder mindestens drei Kilometer entfernt, damit die Flugbienen nicht ins Muttervolk zurückkehren. Ein weiselloser Ableger nimmt eine zugesetzte Königin an oder zieht sich aus junger Brut eigene Nachschaffungszellen.

Ableger sind die Grundlage der modernen Königinnenzucht: Begattungsableger und Begattungskästchen nehmen die Zuchtköniginnen zur Anpaarung auf. In Deutschland läuft die Leistungsprüfung über die Landesverbände, die Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht und die zentrale Datenbank beebreed; in Österreich über Biene Österreich und die Carnica-Zuchtverbände.

Im ersten Jahr bringt ein Ableger in der Regel keinen Ertrag — er ist die Reserve für die kommende Saison. Bei Verlust eines Wirtschaftsvolkes kann er es ersetzen oder mit einem geschwächten Volk vereinigt werden.

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