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Imkerei

Weiselzelle

Auch: Königinnenzelle, Weiselnäpfchen

Die Weiselzelle ist die vergrößerte Wachszelle, in der die Larve der künftigen Königin heranwächst und ausschließlich mit Gelée royale gefüttert wird.

Die Weiselzelle hat die Form einer Erdnussschale und hängt senkrecht nach unten, im Unterschied zu den waagerecht liegenden Arbeiterinnen- und Drohnenzellen. Ihre Länge erreicht 20 bis 25 mm. Der Napf wird aus Wachs geformt, bevor das Ei hineingelegt wird.

Man unterscheidet drei Typen: Schwarmzellen am unteren Wabenrand, die die Schwarmvorbereitung anzeigen; Nachschaffungszellen, die nach dem Verlust der Königin notdürftig aus jungen Arbeiterinnenlarven bis zum dritten Tag gezogen werden; und Umweiselungszellen, die bei der stillen Umweiselung einer alternden Königin unauffällig mitten im Brutnest entstehen.

Nachschaffungszellen liefern weniger zuverlässige Königinnen als Schwarm- oder Zuchtzellen, weil die Larve erst verspätet — nach mehr als 24 Stunden — auf reine Gelée-royale-Fütterung umgestellt wird. Erfahrene Züchter arbeiten deshalb mit Umlarvlöffel und Zuchtnäpfchen.

Die Königin schlüpft rund 16 Tage nach der Eiablage. Die ersten Tage bleibt sie im Stock und reift geschlechtlich heran; den Hochzeitsflug unternimmt sie bei günstiger Witterung nach sieben bis zehn Tagen.

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