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Imkerei

Gelée royale

Auch: Weiselfuttersaft, Royal Jelly, Königinnenfuttersaft

Gelée royale ist der eiweißreiche Futtersaft aus den Futtersaft- und Oberkieferdrüsen der Arbeiterinnen, mit dem die Königin lebenslang und Arbeiterinnenlarven nur in den ersten drei Tagen versorgt werden.

Gelée royale ist eine weiße bis schwach gelbliche, charakteristisch sauer schmeckende Substanz. Sie besteht zu etwa 60 bis 70 % aus Wasser, zu 12 bis 15 % aus Eiweiß — vor allem den MRJP, den major royal jelly proteins, darunter das als Royalactin bekannte MRJP1 —, zu 5 bis 6 % aus Zuckern, zu 3 bis 6 % aus Fetten sowie aus verschiedenen B-Vitaminen.

Entscheidend ist die Rolle bei der Kastendetermination: Aus genetisch identischen befruchteten Eiern entsteht bei ausschließlicher Fütterung mit Gelée royale eine Königin, bei Fütterung mit Pollen und Honig eine Arbeiterin. Als Schlüsselfaktor der Differenzierung gilt die 10-HDA, die trans-10-Hydroxy-2-decensäure.

Die Erzeugung von Gelée royale ist die Grundlage der Königinnenzucht: In Weiselnäpfchen — Kunststoffnäpfchen nach chinesischer Art oder Nicot-System — werden ein bis zwei Tage alte Larven umgelarvt, worauf die Ammenbienen Futtersaft einlagern. Bei intensiver Betriebsweise lassen sich aus einem starken Volk 300 bis 500 g je Saison gewinnen.

Im Handel wird Gelée royale als hochpreisiges Nahrungsergänzungsmittel sowie in Kosmetik und Apotheke angeboten. Der weit überwiegende Teil der in Europa verkauften Ware stammt aus China.

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