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Imkerei

Schwarm

Auch: Bienenschwarm, Vorschwarm

Ein Schwarm ist die aus Königin und Arbeiterinnen bestehende Gruppe, die sich beim natürlichen Schwärmen vom Muttervolk trennt und eine neue Behausung sucht.

Ein ausziehender Schwarm besteht aus der Königin und rund 30 bis 50 % der Arbeiterinnen des Muttervolkes — also 10.000 bis 30.000 Bienen. Vor dem Abflug füllen die Arbeiterinnen ihre Honigblasen als Reisezehrung. Der Schwarm bildet zunächst eine Traube in unmittelbarer Nähe und bleibt dort von einer halben Stunde bis zu mehreren Stunden, bevor er zu der von den Spurbienen ausgewählten Behausung weiterzieht.

Zum Einfangen schlägt oder kehrt der Imker den Schwarm in eine leere Beute oder einen Schwarmfangkasten. Entscheidend ist, dass die Königin mitkommt — ohne sie verlässt der Schwarm den neuen Standort wieder. Für Schwärme in größerer Höhe gibt es Schwarmfangbeutel an Teleskopstangen.

Ein Schwarm hat einen erheblichen Vorteil: Die Bienen sind im besten Alter für die Wachsproduktion und bauen deshalb außerordentlich schnell neues Wabenwerk auf. Nachteilig sind der geringere Ertrag im ersten Jahr und die Notwendigkeit, anfangs zu füttern.

In der freien Natur beziehen Schwärme hohle Bäume, Dachzwischenräume oder Mauerhöhlen. Solche wildlebenden Völker sind in Mitteleuropa selten und überleben ohne Varroabehandlung meist nur wenige Jahre.

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