DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Imkerei

Unbegattete Königin

Auch: Jungfer, virgine Königin, Weisel unbegattet

Eine unbegattete Königin ist frisch geschlüpft oder noch in der Reifung und hat den Hochzeitsflug nicht hinter sich — sie kann daher keine befruchteten Eier legen.

Die unbegattete Königin ist das Zwischenstadium zwischen der Larve in der Weiselzelle und der legenden Königin. Nach dem Schlupf ist sie schlank, sehr beweglich und flüchtig, die Eierstöcke sind noch nicht ausgereift und die Samenblase ist leer.

In den ersten fünf bis sieben Tagen reift sie geschlechtlich heran. Sie läuft über die Waben, nimmt Futter von den Arbeiterinnen an und sucht die übrigen Weiselzellen auf, um die Rivalinnen durch die Zellwand abzustechen. Sind mehrere zugleich geschlüpft, kämpfen sie gegeneinander — bei Schwarmvölkern ein normaler Vorgang.

Der Nachweis ist schwierig, weil eine Weiselprobe über Eier hier gerade nicht funktioniert. Man erkennt sie am schlanken Körper und am hastigen Laufen, am Fehlen des typischen Hofstaats und daran, dass das Volk trotz Weisellosigkeit keine Nachschaffungszellen zieht. Unerfahrene Imker übersehen sie leicht und setzen eine zweite Königin zu, die dann abgestochen wird.

Der Versand unbegatteter Königinnen ist heikler als der begatteter: Die Bienen nehmen sie schlechter an. Züchter versenden deshalb in der Regel erst nach der Begattung, wenn die Königin einige Tage in Eiablage steht.

← Zurück zum Glossar