Drohnenbau
Drohnenbau sind die größeren Wabenzellen von 6,2 bis 6,9 mm, in denen Drohnen heranwachsen — und die von der Varroamilbe zur Vermehrung bevorzugt werden.
Drohnenbau ist leicht zu erkennen: Die Zellen sind deutlich weiter als Arbeiterinnenzellen, und die verdeckelte Drohnenbrut wölbt sich kuppelförmig über die Wabenfläche. Die Königin erkennt die Zellweite mit den Vorderbeinen und legt dort gezielt unbefruchtete Eier.
Parasitologisch ist der Drohnenbau der neuralgische Punkt: Varroa destructor bevorzugt ihn deutlich, weil die längere Verdeckelungszeit der Drohnenbrut mehr Nachkommen zulässt. Genau darauf beruht das Ausschneiden der Drohnenbrut — ein Baurahmen wird im Brutraum angeboten, ausbauen und verdeckeln gelassen und dann herausgeschnitten. Diese biotechnische Maßnahme entnimmt dem Volk einen erheblichen Teil der Milbenpopulation ohne jede Chemie und ist im Frühjahr die wichtigste Ergänzung zur Sommerbehandlung.
Ein gewisser Anteil Drohnenbau gehört zu einem gesunden Volk und wird von den Bienen immer angelegt; wird er konsequent unterdrückt, bauen sie ihn an anderer Stelle als Wildbau. Übermäßig viel Drohnenbrut kostet dagegen Futter und Pflegeleistung.
In einem weisellosen Volk mit eierlegenden Arbeiterinnen ist die gesamte Brut Drohnenbrut, oft mehrere Eier je Zelle und buckelig verdeckelt — dieses Bild der Drohnenbrütigkeit zeigt eine schwere Störung an, die sich meist nur noch durch Auflösen des Volkes beheben lässt.