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Kulturen und Rohstoffe

Ackerbohne

Auch: Vicia faba, Pferdebohne, Puffbohne

Die Ackerbohne ist die ertragsstärkste heimische Körnerleguminose — anspruchsvoll beim Wasser, dafür mit hohem Vorfruchtwert.

Die Ackerbohne (*Vicia faba*) ist eine großkörnige Leguminose mit einer Tausendkornmasse von 400 bis 700 g. Sie bindet über Knöllchenbakterien 100 bis 200 kg Luftstickstoff je Hektar und hinterlässt der Folgekultur 40 bis 60 kg — der Weizen nach Ackerbohne bringt regelmäßig 5 bis 10 % Mehrertrag gegenüber Weizen nach Weizen.

Der begrenzende Faktor ist Wasser. Die Ackerbohne hat den höchsten Wasserbedarf aller heimischen Körnerleguminosen und reagiert auf Trockenheit während der Blüte mit massivem Blüten- und Hülsenabwurf. Ihre Standorte sind deshalb tiefgründige, wasserhaltende Böden in niederschlagssicheren Lagen — auf leichten Sandböden gehört stattdessen die Lupine hin. Kalk verträgt sie gut, ein pH um 6,5 bis 7,5 ist ideal.

Der Eiweißgehalt liegt bei 26 bis 32 %. In der Fütterung ist sie besonders für Wiederkäuer und Schweine geeignet; begrenzend sind Tannine und Vicin/Convicin, die in modernen Sorten deutlich abgesenkt sind.

Schaderreger: Der Schwarze Bohnenblattlaus und der Blattrandkäfer sind die wichtigsten tierischen Schädlinge, bei den Pilzen Schokoladenflecken (*Botrytis fabae*) und Rost. Wie alle Leguminosen ist sie selbstunverträglich — mindestens vier bis fünf Jahre Anbaupause, sonst drohen Fußkrankheiten und Nematoden.

Ein unterschätzter Nebeneffekt: Die Ackerbohne ist eine ausgezeichnete Bienenweide und liefert in einer Zeit Tracht, in der nach der Rapsblüte oft ein Trachtloch klafft.

Häufige Fragen

Wofür wird die Ackerbohne angebaut?

Als eiweißreiches Futter für Wiederkäuer und Schweine, zunehmend auch für die Humanernährung, und wegen ihres hohen Vorfruchtwerts.

Welchen Standort braucht die Ackerbohne?

Tiefgründige, wasserhaltende Böden in niederschlagssicheren Lagen — sie ist die trockenheitsempfindlichste heimische Körnerleguminose.

Externe Quelle: Wikipedia: Ackerbohne
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