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Kulturen und Rohstoffe

Lupine

Auch: Süßlupine, Blaue Lupine, Lupinus

Die Lupine ist eine eiweißreiche Körnerleguminose, die auch auf leichten, sauren Böden gedeiht, wo andere Leguminosen versagen.

Angebaut werden drei Arten: die Blaue oder Schmalblättrige Lupine (*Lupinus angustifolius*) als wichtigste in Mitteleuropa, die Weiße Lupine (*L. albus*) mit höherem Ertrag, aber größerer Anfälligkeit, und die Gelbe Lupine (*L. luteus*) für die leichtesten Standorte.

Ihre Nische ist eindeutig: Sie ist die Leguminose für leichte, saure Sandböden. Wo die Ackerbohne zu trocken steht und die Erbse den pH nicht mag, liefert die Lupine noch. Sie erschließt mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel zudem festgelegten Phosphor, den andere Kulturen nicht erreichen. Auf kalkhaltigen Böden über pH 6,5 versagt sie dagegen — Kalkchlorose.

Der Eiweißgehalt liegt mit 32 bis 40 % in der Trockenmasse über dem der Ackerbohne und nahe an der Sojabohne, was sie für die heimische Eiweißversorgung interessant macht. Moderne Süßlupinen sind auf niedrigen Alkaloidgehalt gezüchtet und damit verfütterbar; Bitterlupinen sind es nicht.

Das größte Anbaurisiko ist die Anthraknose (*Colletotrichum lupini*), eine samen- und wetterbürtige Pilzkrankheit, die Bestände vollständig vernichten kann. Sie hat den Lupinenanbau in Deutschland in den 1990er-Jahren fast zum Erliegen gebracht. Gegenmittel sind gesundes, geprüftes Saatgut, tolerante Sorten und weite Anbaupausen von mindestens vier Jahren.

Förderrechtlich zählt die Lupine als Leguminose und kann in Deutschland in der Öko-Regelung ÖR 2 (Vielfältige Kulturen) als Leguminosenanteil sowie in Eiweißpflanzenförderprogrammen der Bundesländer genutzt werden.

Häufige Fragen

Wofür wird die Lupine angebaut?

Als eiweißreiches Futter, als Körnerleguminose für die Humanernährung und zur Gründüngung.

Welche Vorteile hat der Lupinenanbau?

Sie bindet Luftstickstoff, gedeiht auf leichten sauren Böden, erschließt festgelegten Phosphor und hat einen sehr hohen Eiweißgehalt.

Externe Quelle: Wikipedia: Lupinen
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