Boden-pH
Der Boden-pH misst die Bodenreaktion — unter 7 sauer, über 7 alkalisch. Für die meisten Ackerkulturen liegt das Optimum bei pH 6,0 bis 7,0. Korrigiert wird über Kalkung oder ansäuernde Dünger.
Der pH-Wert des Bodens ist das logarithmische Maß der Konzentration von Wasserstoffionen (H⁺). Die Skala reicht von 0 bis 14, neutral ist 7. Böden in Mitteleuropa sind wegen der Niederschläge und der Kalkauswaschung überwiegend schwach sauer (pH 5,5 bis 6,8).
Optimaler pH-Wert der wichtigsten Kulturen:
- Weizen, Gerste, Mais: 6,0 bis 7,0
- Zuckerrübe: 6,5 bis 7,5 (empfindlich gegenüber Versauerung)
- Kartoffeln: 5,5 bis 6,5 (vertragen schwach sauer)
- Luzerne, Klee: 6,5 bis 7,0
- Heidelbeere, Preiselbeere: 4,5 bis 5,5 (brauchen sauren Boden)
Folgen eines falschen pH-Werts:
- Zu sauer (unter 5,5): blockiert die Aufnahme von P, K und Mg, mobilisiert toxisches Aluminium und Mangan, hemmt das Bodenleben. Abhilfe: Kalkung mit kohlensaurem Kalk (CaCO₃) oder Dolomitkalk, 2 bis 6 t/ha.
- Zu alkalisch (über 7,5): blockiert die Aufnahme der Spurennährstoffe (Fe, Mn, Zn, B). Abhilfe: Ammonsulfat, elementarer Schwefel, organische Substanz.
Messung: Bodenuntersuchung in einem akkreditierten Labor — in Deutschland die LUFA der Landwirtschaftskammern, in Österreich die AGES. Rechnen Sie mit etwa 20 bis 60 € je Probe und planen Sie eine Untersuchung alle vier bis sechs Jahre ein.
Für die teilflächenspezifische Kalkung werden die Proben im Raster (etwa 30×30 m) gezogen — daraus entsteht eine pH-Karte und daraus die Applikationskarte für den Kalkstreuer.