DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Imkerei

Propolis

Auch: Kittharz, Bienenharz, Stopfwachs

Propolis ist die Harzmasse, die Bienen von Knospen und Rinde sammeln, mit Wachs und Enzymen mischen und zum Abdichten und Desinfizieren der Beute verwenden.

Propolis — von griechisch pro polis, „vor der Stadt" — sammeln die Arbeiterinnen vor allem an den Harzknospen von Pappeln, Birken, Rosskastanien und Nadelbäumen. Sie transportieren es im Körbchen am Hinterbein in den Stock, wo die Baubienen es übernehmen und mit Speichel und Enzymen bearbeiten.

Die Zusammensetzung hängt stark von der Vegetation am Standort ab. Typisch sind 50 bis 55 % Harze und Balsame, 25 bis 35 % Wachs, rund 10 % ätherische Öle, 5 % Pollen sowie zahlreiche phenolische Verbindungen und Flavonoide. Die chemische Variabilität ist entsprechend groß.

Die Bienen verkitten damit Ritzen in der Beute, verengen im Winter das Flugloch und mumifizieren tote Larven oder eingedrungene Fremdkörper — etwa eine Maus —, die sie nicht heraustragen können. Propolis wirkt so als natürliche Desinfektion; nachgewiesen sind antibakterielle, antimykotische und antivirale Effekte.

Geerntet wird Propolis mit Kunststoffgittern, die unter den Deckel gelegt werden. Der Jahresertrag je Volk liegt bei 50 bis 150 g. Verwendet wird es in Nahrungsergänzungsmitteln, Tinkturen und Kosmetik; Rohpropolis wird je nach Reinheit im Bereich von etwa 10 bis 30 € je 100 g gehandelt.

← Zurück zum Glossar