Lastschaltgetriebe (Powershift)
Ein Lastschaltgetriebe hat mechanische Gangstufen, schaltet sie aber über hydraulische Lamellenkupplungen unter Last, ohne dass gekuppelt werden muss.
Das Lastschaltgetriebe (Powershift) hat mechanische Gangstufen wie ein Schaltgetriebe, wechselt sie aber unter Last, ohne dass der Fahrer kuppelt. Möglich machen das hydraulische Lamellenkupplungen, die während des Schaltvorgangs die Drehzahlen beider Wellen angleichen (in etwa 0,3 Sekunden).
Die wichtigsten Vorteile:
- Schalten unter voller Last — weder Geschwindigkeit noch Zugkraft brechen ein, ideal beim Pflügen und bei schwerer Zugarbeit.
- Einfacher als ein CVT — weniger Bauteile, günstigerer Service.
- Lebensdauer — typischerweise über 10 000 Betriebsstunden ohne große Instandsetzung.
Bauarten:
- Teillastschaltung — ein Teil der Gänge wird von Hand geschaltet, ein Teil unter Last (etwa 24×24 mit vierstufiger Lastschaltung).
- Vollpowershift — alle 16 bis 24 Gänge schalten unter Last (etwa John Deere PowrQuad, Case IH Maxxum ActiveDrive).
Nachteile gegenüber dem CVT: Der Fahrer muss den Gang selbst wählen — oder sich auf die Automatik verlassen, die gelegentlich unpassend schaltet — und der Motor läuft nicht immer in der optimalen Drehzahl.
Preislich liegt es etwa 4 000 bis 12 000 € unter einem vergleichbaren CVT. Es lohnt sich bei Traktoren, deren Hauptaufgabe Pflügen und ähnlich gleichmäßige Zugarbeit ist.