Hydrostatisches Getriebe
Ein hydrostatisches Getriebe überträgt die Leistung über eine Hydraulikpumpe und einen Hydraulikmotor — die Geschwindigkeit ändert sich stufenlos über Joystick oder Pedal. Verbreitet bei Kleintraktoren und Mähdreschern.
Das hydrostatische Getriebe (HST — Hydrostatic Transmission) überträgt die Motorleistung über eine Hydraulikpumpe auf einen Hydraulikmotor, der die Räder antreibt. Die Geschwindigkeit ändert sich über das Fördervolumen der Pumpe — stufenlos von voller Rückwärtsfahrt über null bis zur vollen Vorwärtsfahrt.
Hauptanwendungen in der Landwirtschaft:
- Kleintraktoren (Kompakttraktoren von 25 bis 60 PS, etwa Kubota L-Serie) — Bedienung per Pedal oder Joystick, geeignet für ständigen Geschwindigkeitswechsel beim Laden oder Mähen.
- Mähdrescher — hydrostatischer Fahrantrieb bei mechanischem Antrieb der Arbeitsorgane.
- Lader (Hof- und Radlader) — hier ist HST Standard.
- Kommunaltechnik — Mäher, Geräteträger.
Vorteile: einfache Bedienung, kein Schalten, feinfühliges Rangieren. Nachteile: geringerer Wirkungsgrad als ein mechanisches Getriebe (15 bis 25 % Verlust), ungeeignet für schwere Zugarbeit auf dem Feld (das Öl erwärmt sich rasch, die Leistung fällt ab).
Bei großen Ackerschleppern ab 100 PS wird HST nicht als alleiniger Fahrantrieb eingesetzt — dort übernimmt ein leistungsverzweigtes CVT, das den Hydrostaten mit einem mechanischen Zweig kombiniert und dadurch deutlich effizienter ist.