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Imkerei

Brutraum

Auch: Brutnest, Bruteinheit

Der Brutraum ist der untere Teil der Beute, in dem die Königin stiftet, die Brut heranwächst und das Volk überwintert.

Der Brutraum ist das biologische Zentrum des Volkes. Hier legt die Königin ihre Eier in die Wachszellen, die Arbeiterinnen pflegen Larven und Puppen und halten die Temperatur im Brutnest bei 34 bis 35 °C. Ein gesundes Brutnest ist kugel- oder ellipsenförmig — die Brut sitzt in der Mitte, Honig- und Pollenvorräte umschließen sie seitlich und nach oben.

In modernen Magazinbeuten besteht der Brutraum je nach Betriebsweise aus einer Zarge (Dadant, ungeteilter Brutraum) oder zwei Zargen (Zander, Deutsch Normalmaß). In einteiligen Beuten liegen Brut- und Honigraum in einem Raum und werden nur durch das Absperrgitter getrennt.

Die Größe des Brutraums beeinflusst Volksstärke und Überwinterung. Ein zu großer Raum kostet unnötig Energie zum Heizen, ein zu kleiner bremst die Entwicklung und begünstigt das Schwärmen.

Im Frühjahr wird zuerst der Brutraum kontrolliert: Nach dem Winter sollten fünf bis sieben Waben mit lebender Brut und ausreichend Pollen besetzt sein. Fehlt außerhalb der Winterruhe und der Schwarmzeit jede Brut, deutet das auf Weisellosigkeit hin.

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