Abgasrückführung (AGR)
Die Abgasrückführung (AGR, englisch EGR) führt einen Teil der Abgase zurück in den Ansaugtrakt — das senkt die Verbrennungstemperatur und damit die Bildung von Stickoxiden.
Die Abgasrückführung (AGR) leitet 5 bis 30 % der Abgase zurück in den Ansaugtrakt. Der Grund: Die rückgeführten Abgase senken die Verbrennungstemperatur, und weniger Hitze bedeutet weniger Stickoxide (NOx).
Einsatz bei Traktoren:
- Stage IIIA bis IIIB (2006 bis 2014): der Hauptweg zur NOx-Minderung, kombiniert mit DPF.
- Ab Stage IV (2014): AGR wird durch SCR (AdBlue) ergänzt oder weitgehend ersetzt, weil SCR wirksamer ist.
Nachteile der AGR:
- Ruß im Ansaugtrakt — die rückgeführten Abgase enthalten Partikel, die sich im AGR-Ventil und im Saugrohr ablagern. Nach 5 000 bis 8 000 Betriebsstunden ist meist eine Reinigung fällig (einige hundert Euro).
- Leistungsverlust von 3 bis 5 % — die rückgeführten Abgase senken den Sauerstoffanteil.
- 2 bis 4 % höherer Verbrauch gegenüber einem Motor ohne AGR.
Genau deshalb setzten die Hersteller bei Stage V vorrangig auf SCR: Der Anschaffungspreis liegt höher, die Betriebskosten dagegen niedriger — weniger Kraftstoff und weniger Reparaturen.