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CLAAS Lexion 8900
- Motor MAN D4276 (16,2 l), 790 PS
- Korntank bis 18 000 Liter
- CEMOS AUTOMATIC — selbstlernende Maschineneinstellung
- Fahrantrieb bis 40 km/h (je nach Ausstattung und Land)
- APS SYNFLOW HYBRID — Dreschtrommeln und zwei ROTO PLUS Rotoren
Der CLAAS Lexion 8900 ist das Spitzenmodell der Baureihe Lexion 8000. Mit 790 PS gehört er zu den leistungsstärksten Serienmähdreschern am Markt und ist vor allem bei den größten Agrarbetrieben und professionellen Lohnunternehmen im Einsatz.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Motor | MAN D4276, 6-Zylinder, 16,2 l |
| Abgasnorm | Stage V |
| Max. Leistung | 790 PS (581 kW) |
| Dreschsystem | APS SYNFLOW HYBRID (Trommeln + 2 Rotoren ROTO PLUS) |
| Kanalbreite | 1 700 mm |
| Korntank | bis 18 000 l |
| Entladeleistung | bis 180 l/s |
| Fahrwerk | Räder oder Raupenlaufwerk TERRA TRAC |
| Höchstgeschwindigkeit | bis 40 km/h (je nach Ausstattung und Land) |
| Gewicht ohne Vorsatzgerät | 19 900 kg (Räder) / 22 400 kg (TERRA TRAC) |
| Markteinführung | 2019 |
Die Angaben stammen von der CLAAS-Website, aus dem Prospekt LEXION 8000/7000 für das Modelljahr 2026 und aus CLAAS-Pressemitteilungen vom 16. 7. 2024 und 15. 7. 2025. Das Gewicht gilt ohne Vorsatzgerät, mit Strohhäcksler und vollen Tanks und variiert je nach Ausstattung.
Konstruktion
Das Herz der Maschine ist der Motor MAN D4276 — ein Sechszylinder mit 16,2 Litern Hubraum und 581 kW. Der Motor erfüllt die Abgasnorm Stage V. DYNAMIC POWER passt die Leistungskurve an die Last an: Im Teillastbetrieb, etwa beim Schwaddrusch, spart das laut CLAAS bis zu 10 % Kraftstoff, unter Volllast bleibt die maximale Motorleistung erhalten.
Dreschwerk APS SYNFLOW HYBRID
Das Hybridsystem verbindet tangentialen Drusch mit Rotorabscheidung:
- die Beschleunigertrommel mit 450 mm Durchmesser bringt den Gutfluss auf bis zu 20 m/s,
- die Dreschtrommel hat 755 mm Durchmesser, danach folgt die Zuführtrommel,
- die Restkornabscheidung übernehmen zwei ROTO PLUS Rotoren mit je 445 mm Durchmesser und 4 200 mm Länge.
Drehzahlen von Dreschwerk und Abscheidung werden unabhängig voneinander eingestellt, sodass die Maschine schnell und zugleich kornschonend arbeiten kann.
Automatisierung CEMOS
CEMOS AUTOMATIC ist ein selbstlernendes System, das während der Ernte die Einstellungen von Dreschwerk, Abscheidung und Reinigung selbst an die aktuellen Bedingungen anpasst. Ergänzt wird es durch CEMOS DIALOG, das den Fahrer Schritt für Schritt durch die Einstellung führt. Gerade die Automatik gleicht die Unterschiede zwischen erfahrenen und weniger erfahrenen Fahrern am stärksten aus.
Korntank und Entladung
Der Tank fasst bis zu 18 000 Liter Korn. Mit einer Entladeleistung von bis zu 180 Litern je Sekunde ist der volle Tank in rund 100 Sekunden leer; für kleinere Transportfahrzeuge lässt sich die Leistung auf 90 l/s reduzieren.
Vorsatzgeräte
Für die verschiedenen Kulturen gibt es eine Reihe von CLAAS-Vorsatzgeräten:
- VARIO — Schneidwerk mit stufenlos verstellbarem Tisch; zur Markteinführung des Lexion 8900 bot CLAAS auch eine neue Arbeitsbreite von 13,8 m an,
- CONVIO FLEX — Bandschneidwerk mit flexiblem Messerbalken, in Nordamerika bis 15,3 m (CONVIO FLEX 1530),
- CORIO — Maispflücker.
Was kostet der CLAAS Lexion 8900
CLAAS veröffentlicht keine Listenpreise — jede Maschine wird individuell nach den Anforderungen des Betriebs konfiguriert. Als Orientierung vom tschechischen Markt liegt der Anschaffungspreis eines neuen Lexion 8900 bei etwa 15–20 Mio. CZK netto (rund 600 000–800 000 €), wobei den Endbetrag deutlich beeinflussen:
- das gewählte Vorsatzgerät (VARIO, CONVIO FLEX oder CORIO),
- die Fahrwerksart (Räder vs. Raupenlaufwerk TERRA TRAC),
- der Ausstattungsgrad von Kabine, Automatisierung und Telematik.
Viele Betriebe schaffen die Maschine im Operating-Leasing an oder vergeben die Ernte an spezialisierte Lohnunternehmen, die den Lexion 8900 betreiben. Ein genaues Preisangebot erstellt ausschließlich der autorisierte CLAAS-Händler.
Kraftstoffverbrauch
Der Verbrauch hängt stark von Kultur, Ertrag, Feuchte und Gelände ab. CLAAS nennt für die LEXION-Topmodelle einen Verbrauch von ca. 1 Liter Diesel pro Tonne bei hohem Durchsatz. Niedrig bleibt der Verbrauch je Hektar vor allem, wenn die Maschine dauerhaft am Durchsatzoptimum läuft — dafür sorgen CEMOS AUTOMATIC und DYNAMIC POWER, das im Teillastbetrieb die Motorleistung zurücknimmt.
Vergleich mit dem Wettbewerb
In der höchsten Klasse „10+” konkurriert der Lexion 8900 mit nur wenigen Maschinen weltweit:
- John Deere X9 1100 — zwei Rotoren; der wichtigste direkte Wettbewerber.
- New Holland CR11 — Twin-Rotor-Bauweise, außerordentlicher Durchsatz.
- Fendt IDEAL 10T — Zweirotor-Plattform mit Raupenfahrwerk.
Gegenüber reinen Rotormaschinen setzt CLAAS auf den Hybriddrusch: Gedroschen wird in tangentialen Trommeln, die Rotoren dienen der Restkornabscheidung. Wenn Sie eine Maschine eine Klasse darunter für einen mittleren Betrieb suchen, sehen Sie sich die Baureihe CLAAS Trion an.
Für wen der Lexion 8900 gedacht ist
Der Lexion 8900 ist für den Großflächeneinsatz ab etwa 1 000 Hektar Getreide gedacht, für Lohnunternehmen und Betriebe, bei denen jede Minute des Erntefensters zählt. Für kleinere und mittlere Betriebe ist die niedrigere Baureihe Lexion 5000 oder der Trion wirtschaftlicher — Anschaffungs- und Betriebskosten passen dort besser zur Fläche.
Video — CLAAS Lexion 8900 — offizieller Walkaround (Baureihe Lexion 8000)
Häufige Fragen
- Welche Leistung hat der CLAAS Lexion 8900?
- Der Lexion 8900 leistet laut CLAAS 790 PS (581 kW). Der Motor MAN D4276 ist ein Sechszylinder mit 16,2 Litern Hubraum und erfüllt die Abgasnorm Stage V.
- Seit wann wird der Lexion 8900 gebaut?
- CLAAS stellte den Lexion 8900 im Sommer 2019 zusammen mit der neuen Baureihe Lexion 8000/7000 vor (Modelljahr 2020). CLAAS bietet ihn auf Rädern und mit Raupenlaufwerk TERRA TRAC (LEXION 8900 TT) an.
- Wie groß ist der Korntank des Lexion 8900?
- Der Korntank fasst bis zu 18 000 Liter. Die Entladeschnecke schafft bis zu 180 Liter je Sekunde, der volle Tank ist damit in rund 100 Sekunden leer; die Leistung lässt sich auf 90 l/s reduzieren.
- Was kostet der CLAAS Lexion 8900?
- CLAAS veröffentlicht keine Listenpreise — die Konfiguration wird individuell zusammengestellt. Als Orientierung vom tschechischen Markt liegt der Anschaffungspreis eines neuen Lexion 8900 je nach Ausstattung und Vorsatzgerät bei etwa 15–20 Mio. CZK netto (rund 600 000–800 000 €). Ein genaues Angebot erstellt der autorisierte CLAAS-Händler.
- Wie hoch ist der Kraftstoffverbrauch des Lexion 8900?
- Der Verbrauch hängt stark von Kultur, Ertrag und Bedingungen ab. CLAAS nennt für die LEXION-Topmodelle einen Verbrauch von ca. 1 Liter Diesel pro Tonne bei hohem Durchsatz. DYNAMIC POWER passt die Motorleistung dem Bedarf an und spart laut CLAAS bis zu 10 % Kraftstoff im Teillastbetrieb.
- Was macht das System CEMOS AUTOMATIC?
- CEMOS AUTOMATIC ist ein selbstlernendes Assistenzsystem von CLAAS. Während der Ernte passt es die Einstellungen von Dreschwerk, Abscheidung und Reinigung laufend an die aktuellen Bedingungen an, sodass die Maschine auch ohne ständiges Eingreifen des Fahrers eine hohe Leistung hält.
- Für welche Betriebsgröße eignet sich der Lexion 8900?
- Der Lexion 8900 ist für den Großflächeneinsatz ab etwa 1 000 Hektar Getreide gedacht. Für kleinere Betriebe ist die niedrigere Baureihe Lexion 5000 oder der Trion besser geeignet.
- Wie funktioniert das System APS SYNFLOW HYBRID?
- Das Erntegut durchläuft zuerst das tangentiale Dreschwerk APS: eine Beschleunigertrommel mit 450 mm, eine Dreschtrommel mit 755 mm Durchmesser und eine Zuführtrommel. Die Restkornabscheidung übernehmen zwei ROTO PLUS Rotoren mit 445 mm Durchmesser und 4 200 mm Länge. Drehzahlen von Dreschwerk und Abscheidung werden unabhängig voneinander eingestellt.
- Worin unterscheiden sich Lexion 8900 und John Deere X9 1100?
- Beide Maschinen zielen auf die absolute Spitze des Durchsatzes. Der Lexion 8900 setzt auf Hybriddrusch (tangentiale Trommeln + zwei Rotoren) und einen Korntank bis 18 000 l, der John Deere X9 1100 auf zwei Rotoren. Die Wahl entscheidet sich meist am Servicenetz der Marke in der Region, an den Vorsatzgeräten und an der Vorliebe der Fahrer.