Zweite Säule der GAP (ELER)
Die zweite Säule finanziert aus dem ELER-Fonds die Entwicklung ländlicher Räume — Agrarumweltmaßnahmen, Ausgleichszulage, Investitionsförderung und Tierwohl.
Die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gespeist und von den Mitgliedstaaten kofinanziert. Anders als die flächengebundenen Direktzahlungen der ersten Säule fördert sie gezielt Maßnahmen: mehrjährige Agrarumwelt- und Klimaverpflichtungen, ökologischen Landbau, Ausgleichszulage, Tierwohl, Investitionen in Betriebe und Verarbeitung sowie Dorfentwicklung und LEADER.
In Deutschland ist die Ausgestaltung Sache der Bundesländer: Jedes Land legt eigene Programme auf, ein großer Teil wird zusätzlich über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) von Bund und Ländern getragen. Die Fördersätze unterscheiden sich deshalb spürbar zwischen den Bundesländern.
Österreich bündelt seine zweite Säule bundesweit einheitlich — mit dem Agrarumweltprogramm ÖPUL und der Ausgleichszulage als den beiden mit Abstand größten Posten. Seit 2023 sind beide Säulen im gemeinsamen GAP-Strategieplan zusammengefasst.
Häufige Fragen
Was ist die zweite Säule der GAP?
Der aus dem ELER finanzierte Teil der Agrarpolitik, der die Entwicklung ländlicher Räume und gezielte Maßnahmen statt reiner Flächenzahlungen fördert.
Welche Ziele verfolgt die zweite Säule?
Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, Umwelt- und Klimaschutz, Tierwohl sowie die Lebensqualität in ländlichen Regionen.
Wie wird die zweite Säule finanziert?
Aus EU-Mitteln des ELER mit nationaler Kofinanzierung — in Deutschland über die Länderprogramme und die GAK, in Österreich bundesweit einheitlich.