Konditionalität
Konditionalität ist das Bündel aus Rechtsvorschriften und Flächenstandards, dessen Einhaltung Voraussetzung für den Erhalt der Agrarzahlungen ist.
Die Konditionalität verknüpft die Auszahlung der Agrarförderung mit der Einhaltung eines festen Regelwerks. Sie besteht aus zwei Teilen: den elf Grundanforderungen an die Betriebsführung (GAB), die auf bestehendes EU-Fachrecht zu Umwelt, Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz verweisen, und den neun GLÖZ-Standards für den Zustand der Flächen.
Hinzu kommt die soziale Konditionalität: Verstöße gegen arbeits- und sozialrechtliche Vorgaben bei Beschäftigten können ebenfalls zu Kürzungen führen — in Österreich seit 2023, in Deutschland seit dem 1. Januar 2025.
Wer gegen die Konditionalität verstößt, verliert nicht die Förderfähigkeit, bekommt aber die Prämie gekürzt — je nach Schwere, Ausmaß, Dauer und Wiederholung des Verstoßes. Kontrolliert wird in Deutschland durch die Länderbehörden, in Österreich durch die Agrarmarkt Austria; ein wachsender Teil der Kontrollen läuft satellitengestützt über das Flächenmonitoring.
Häufige Fragen
Was ist Konditionalität in der Landwirtschaft?
Ein Bündel von Vorschriften und Flächenstandards, dessen Einhaltung Voraussetzung für den Erhalt der Agrarzahlungen ist.
Welche Bereiche deckt die Konditionalität ab?
Umwelt- und Gewässerschutz, Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz, den Zustand der Flächen sowie arbeits- und sozialrechtliche Vorgaben (soziale Konditionalität, in Deutschland seit 2025).
Wie wird die Einhaltung kontrolliert?
Durch Vor-Ort-Kontrollen und zunehmend über satellitengestütztes Flächenmonitoring; zuständig sind in Deutschland die Länderbehörden, in Österreich die AMA.