DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Pflanzenschutz

Echter Mehltau des Getreides

Auch: Blumeria graminis, Getreidemehltau

Echter Mehltau überzieht Blätter und Halme mit weißem, abwischbarem Pilzrasen und zehrt an der Assimilationsfläche.

Erreger ist *Blumeria graminis*, ein obligat biotropher Pilz, der nur auf lebendem Gewebe wächst. Kennzeichnend ist der weiße, watteartige und abwischbare Belag auf der Blattoberseite — daran unterscheidet er sich vom Falschen Mehltau, der von der Blattunterseite kommt. Später bräunt der Rasen und bildet dunkle Kleistothezien.

Der Pilz ist wirtsspezialisiert: Die Form auf Weizen befällt keine Gerste und umgekehrt. Ein Weizen neben einem befallenen Gerstenschlag ist deshalb nicht gefährdet.

Befallsfördernd sind dichte, üppig mit Stickstoff versorgte Bestände, milde und wechselhafte Witterung mit 15 bis 22 °C und hoher Luftfeuchte — anders als bei den meisten Pilzkrankheiten ist kein Blattnässefilm nötig, was die Bekämpfung erschwert. Frühsaaten und enge Getreidefruchtfolgen erhöhen den Druck.

Vorbeugung wirkt hier besonders gut, weil der Zusammenhang mit der Bestandesführung so eng ist: resistente Sorten wählen, die Saatstärke nicht überziehen, Stickstoff bedarfsgerecht und nicht in einer großen Frühgabe ausbringen.

Chemisch wirken Azole, Strobilurine und die spezifischen Mehltaumittel; im Ökolandbau ist Netzschwefel zugelassen und gegen Mehltau tatsächlich wirksam. Der Erreger ist wegen seiner vielen Generationen je Saison ausgesprochen resistenzfreudig — Wirkstoffwechsel ist Pflicht. Behandelt wird nach Bekämpfungsschwelle, nicht vorbeugend.

Häufige Fragen

Wie erkennt man Echten Mehltau?

An weißem, watteartigem und abwischbarem Pilzrasen auf der Blattoberseite, der später bräunt.

Wie wird Echter Mehltau bekämpft?

Über resistente Sorten, maßvolle Bestandesdichte und Stickstoffdüngung sowie gezielte Fungizide nach Bekämpfungsschwelle; im Ökolandbau mit Netzschwefel.

← Zurück zum Glossar