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Ackerbau

Zwischenfrüchte

Auch: Zwischenfrucht, Begrünung, Cover Crops

Zwischenfrüchte werden zwischen zwei Hauptkulturen gesät, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern, vor Erosion zu schützen und Stickstoff zu binden. Bestandteil der Öko-Regelungen und des ÖPUL.

Zwischenfrüchte werden in der Zeit zwischen der Ernte der Hauptkultur und der nächsten Aussaat angebaut, häufig über den Winter oder in der Sommerbrache. Sie dienen:

  1. Dem Erosionsschutz — sie decken die Oberfläche in der Zeit von Starkregen und Wind ab.
  2. Der Stickstoffbindung (bei Leguminosen: Wicke, Erbse, Lupine) — Knöllchenbakterien binden Luftstickstoff.
  3. Der Nährstoffmobilisierung — ein tiefreichendes Wurzelwerk erschließt P und K aus tieferen Schichten.
  4. Dem Humusaufbau — die eingearbeitete Biomasse bildet Humus.
  5. Der Unterdrückung von Unkraut und Krankheiten — sie stören den Entwicklungszyklus mancher Unkräuter.
  6. Der Kohlenstoffbindung — der Kohlenstoff wird dauerhaft im Boden festgelegt.

Typische Arten: Weißer Senf (rasch, günstig), Phacelia (schnellwüchsig, gut für die Sommerbrache), Winterwicke mit Roggen (winterhart, vor einer Sommerung), Inkarnatklee (N-Bindung, Futter), Buchweizen (kurze Sommerzwischenfrucht) sowie Ölrettich.

Förderrechtlich zählen Zwischenfrüchte in Deutschland zu den Möglichkeiten, die Mindestbodenbedeckung nach GLÖZ 6 und den Fruchtwechsel nach GLÖZ 7 zu erfüllen; die Öko-Regelung ÖR 2 (Vielfältige Kulturen) berücksichtigt dagegen nur Hauptkulturen. In Österreich fördert sie die ÖPUL-Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen – Zwischenfruchtanbau“ mit sieben Begrünungsvarianten, die sich nach Anlagezeitpunkt und Begrünungszeitraum unterscheiden; Mulch- und Direktsaat sind dort eine eigene Maßnahme (Erosionsschutz Acker). Die genauen Beträge nennen der Bundesanzeiger beziehungsweise die AMA-Merkblätter.

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