Öko-Regelungen
Die Öko-Regelungen sind der freiwillige Umweltteil der Direktzahlungen. In Deutschland gibt es sieben Maßnahmen mit eigenen Beträgen je Hektar, in Österreich übernimmt diese Rolle das ÖPUL.
Die Öko-Regelungen (Eco-Schemes) sind der freiwillige Umweltbestandteil der Direktzahlungen der ersten Säule. Sie honorieren Leistungen, die über die verpflichtende Konditionalität hinausgehen.
In Deutschland gibt es sieben Öko-Regelungen (endgültige Einheitsbeträge für das Antragsjahr 2025, bekannt gemacht im Bundesanzeiger):
- ÖR 1a Nichtproduktive Ackerflächen — gestaffelt: 1 300 €/ha bis 1 % der Ackerfläche, 500 €/ha über 1 bis 2 %, 300 €/ha über 2 bis 8 %.
- ÖR 1b Blühstreifen auf Ackerland — 200 €/ha.
- ÖR 1c Blühstreifen in Dauerkulturen — 200 €/ha.
- ÖR 1d Altgrasstreifen im Dauergrünland — 900 / 400 / 200 €/ha, ebenfalls gestaffelt.
- ÖR 2 Vielfältige Kulturen im Ackerbau — 60 €/ha.
- ÖR 3 Agroforstwirtschaft — 200 €/ha Gehölzfläche.
- ÖR 4 Extensivierung des gesamten Dauergrünlands — 100 €/ha.
- ÖR 5 Kennarten im Dauergrünland — 225 €/ha.
- ÖR 6 Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel — 150 €/ha für Sommergetreide einschließlich Mais, Leguminosen, Sommer-Ölsaaten, Hackfrüchte und Feldgemüse sowie für Dauerkulturen; 50 €/ha für Ackerfutter wie Gras und Futterleguminosen.
- ÖR 7 Extensive Bewirtschaftung in Natura-2000-Gebieten — 40 €/ha.
‼️ Vor der Antragstellung veröffentlicht das Ministerium geplante Beträge; die endgültigen Einheitsbeträge richten sich nach der tatsächlich beantragten Fläche und werden nach Ende des Antragsjahres im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
In Österreich sind die Öko-Regelungen der ersten Säule in das Agrarumweltprogramm ÖPUL eingebettet (etwa die Begrünung von Ackerflächen und Tierwohl – Weide) und werden gemeinsam mit den ÖPUL-Maßnahmen der zweiten Säule beantragt — mit den Basismodulen UBB und Biologische Wirtschaftsweise sowie zahlreichen Zuschlägen.
Ob sich die Teilnahme lohnt, hängt vom Aufwand ab: Übersteigt der Betrag je Hektar die Kosten aus Saatgut, Aussaat und Pflege sowie den entgangenen Ertrag, ist sie wirtschaftlich. Bei ÖR 1a mit gestaffeltem Satz lohnen sich vor allem die ersten Prozent der Ackerfläche.