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Imkerei

Europäische Faulbrut

Auch: EFB, Gutartige Faulbrut, Melissococcus plutonius

Die Europäische Faulbrut befällt die offene Brut und wird von Melissococcus plutonius verursacht; sie ist weniger zerstörerisch als die Amerikanische Faulbrut, bei Stress aber sehr ansteckend.

Erreger der Europäischen Faulbrut (EFB) ist Melissococcus plutonius. Das Bakterium vermehrt sich im Darm der Larve und konkurriert mit ihr um Nährstoffe, sodass sie meist noch vor der Verdeckelung stirbt. Die Larven verfärben sich von perlweiß nach gelb und braun, liegen verdreht oder an die Zellwand gepresst statt gleichmäßig gerollt, und der Geruch ist säuerlich und weit schwächer als bei der Amerikanischen Faulbrut.

Anders als die Amerikanische Faulbrut zählt die EFB in Deutschland nicht zu den anzeigepflichtigen Bienenseuchen der Bienenseuchen-Verordnung. Behandelt wird sie über imkerliche Maßnahmen — Kunstschwarmverfahren, vollständige Wabenerneuerung, Umweiselung. Antibiotika sind bei Bienen in der EU nicht zugelassen.

Begünstigt wird ein Ausbruch durch Stress: schwache Tracht, kühle Witterung, Pollenmangel im Frühjahr, geschwächte Völker und starker Varroabefall. Bei günstiger Witterung und guter Tracht kann ein Volk auch spontan gesunden, weil die Arbeiterinnen die erkrankte Brut ausräumen — der Hygieneeigenschaft des Volkes kommt hier große Bedeutung zu.

Vorbeugend wirken regelmäßiger Wabenaustausch, Desinfektion der Gerätschaften und der Verzicht darauf, Waben zwischen verdächtigen Völkern zu tauschen.

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