DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Imkerei

Amerikanische Faulbrut

Auch: AFB, Bösartige Faulbrut, Paenibacillus larvae

Die Amerikanische Faulbrut ist die gefährlichste bakterielle Brutkrankheit; sie wird von dem sporenbildenden Bakterium Paenibacillus larvae verursacht und ist anzeigepflichtig.

Erreger der Amerikanischen Faulbrut (AFB) ist Paenibacillus larvae. Die Sporen sind außerordentlich widerstandsfähig — sie überdauern jahrzehntelang in Wabenresten und überstehen auch das Erhitzen von Honig. Übertragen werden sie über kontaminierte Futtervorräte, Gerätschaften, alte Waben und über Räuberei.

Die Symptome sind kennzeichnend: Die verdeckelte Brut verfärbt sich von hellbraun nach dunkelbraun, die Deckel sinken ein und werden durchlöchert. Die zersetzte Larve lässt sich mit einem Streichholz als zäher Faden aus der Zelle ziehen — die Streichholzprobe ist der klassische Feldtest. Der Geruch ist streng und leimartig.

In Deutschland ist die AFB eine anzeigepflichtige Tierseuche nach der Bienenseuchen-Verordnung. Bei amtlicher Feststellung legt das Veterinäramt um den Seuchenherd einen Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens einem Kilometer fest; darin dürfen Völker, Bienen, Waben und Beuten weder hinein- noch herausverbracht werden. In Österreich gilt sie nach dem Bienenseuchengesetz ebenfalls als anzeigepflichtig und zieht ein Sperrgebiet nach sich. Eine Behandlung mit Antibiotika ist in der EU bei Bienen nicht zulässig; befallene Völker werden abgetötet, das Wabenwerk verbrannt, die Beuten werden desinfiziert.

Vorbeugend wirken die Desinfektion der Gerätschaften mit heißer Natronlauge oder Flamme, der Zukauf nur mit Gesundheitszeugnis und der konsequente Verzicht auf das Verfüttern von Fremdhonig.

← Zurück zum Glossar