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Förderung und Markt

Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUM)

Auch: AUM, AUKM, Agrarumweltprogramm, ÖPUL

Die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sind mehrjährige freiwillige Verpflichtungen der zweiten Säule für umweltschonende Bewirtschaftung — mit höheren Sätzen, aber strengeren Auflagen als die Öko-Regelungen.

Die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUM, teils AUKM) sind Förderprogramme der zweiten Säule der GAP. Anders als die Öko-Regelungen, die jährlich neu gewählt werden, verpflichtet sich der Betrieb hier für mehrere Jahre — üblicherweise fünf.

In Deutschland werden sie von den Ländern ausgestaltet, die Programme heißen je nach Land unterschiedlich (etwa KULAP in Bayern und Thüringen, FAKT in Baden-Württemberg, AUKM in Niedersachsen). Typische Maßnahmen:

  • Extensive Grünlandnutzung — späte Schnittzeitpunkte nach der Brut, begrenzter Viehbesatz.
  • Blühflächen und Blühstreifen — mehrjährig, mit vorgegebenen Mischungen.
  • Ökologischer Landbau — Einführung und Beibehaltung, gestaffelt nach Kultur.
  • Umwandlung von Acker in Grünland — Ausgleich für den Ertragsverzicht.
  • Erhalt von Streuobstwiesen.
  • Gewässerschutz — Verzicht auf Dünger und Pflanzenschutz in Randstreifen.

In Österreich übernimmt diese Rolle das ÖPUL mit den Basismodulen UBB und Biologische Wirtschaftsweise sowie zahlreichen Zuschlägen; die Prämien nennen die ÖPUL-Merkblätter der AMA.

Die Regeln:

  • Mehrjährige Bindung — wer vorzeitig aussteigt, muss die bereits erhaltenen Zahlungen in der Regel zurückzahlen.
  • Kombinierbarkeit — nicht alle Maßnahmen lassen sich miteinander oder mit Öko-Regelungen kombinieren; die Programme enthalten Ausschlusslisten.
  • Vor-Ort-Kontrollen ergänzend zur Satellitenüberwachung.

Für wen sich das lohnt: Betriebe mit langfristiger Ausrichtung auf Grünland, Ökolandbau oder Gewässerschutz. Für einen intensiv wirtschaftenden Ackerbaubetrieb ist der Verwaltungsaufwand oft höher als der Zusatzertrag gegenüber den Öko-Regelungen — die Empfehlung lautet, zunächst die Öko-Regelungen auszuschöpfen und AUM gezielt dort zu ergänzen, wo sie zur Betriebsstruktur passen.

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