Stoppel
Die Stoppel sind die nach der Ernte auf dem Feld verbleibenden Halm- und Wurzelreste.
Als Stoppel bezeichnet man die stehen gebliebenen Halmreste und die Wurzelmasse nach dem Mähdrusch, zusammen mit dem verteilten Stroh und der Spreu.
Die Stoppelbearbeitung unmittelbar nach der Ernte erfüllt vier Aufgaben zugleich:
- Wasser halten — die Kapillarverbindung zur Oberfläche wird gekappt, siehe Kapillarität des Bodens
- Ausfallgetreide und Unkraut zum Keimen bringen, um es in einem zweiten Gang zu beseitigen — der wirksamste nichtchemische Hebel gegen Ungräser
- Strohrotte fördern durch flaches Einmischen mit gutem Bodenkontakt
- Krankheitsdruck senken — Fusarium überdauert auf Maisstoppeln und Getreidestroh; deren Zerkleinerung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Ährenfusariose in der Folgekultur
Die Faustregel lautet: so früh und so flach wie möglich, in einem zweiten Gang tiefer.
Rechtlich ist Einiges festgelegt. Das Abbrennen von Stoppelfeldern ist nach GLÖZ 3 verboten — abgesehen von eng begrenzten pflanzenschutzfachlichen Ausnahmen. Und nach GLÖZ 6 ist im Winter eine Mindestbodenbedeckung einzuhalten; stehende Stoppeln zählen dazu, was den Verzicht auf die winterliche Schwarzbrache zusätzlich absichert.
Eine späte Bearbeitung kann ökologisch begründet sein: Stoppelbrachen sind wichtige Nahrungsflächen für Feldvögel im Spätsommer.
Häufige Fragen
Was sind Stoppeln?
Die nach der Ernte auf dem Feld verbleibenden Halm- und Wurzelreste samt Stroh und Spreu.
Warum wird die Stoppel bearbeitet?
Um Wasser zu halten, Ausfallsamen zum Keimen zu bringen, die Strohrotte zu fördern und den Krankheitsdruck zu senken.
Darf man Stoppeln abbrennen?
Nein — das Abbrennen von Stoppelfeldern ist nach GLÖZ 3 verboten, von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen.