Feldblockkataster (InVeKoS)
Das Feldblockkataster ist die amtliche Referenz der landwirtschaftlichen Flächen. Jeder Feldblock hat eine eindeutige Kennung (FLIK), auf die sich Förderanträge und Kontrollen beziehen.
Das System zur Identifizierung landwirtschaftlicher Parzellen (EU-weit LPIS — Land Parcel Identification System) ist Teil des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS). Es ist die amtliche Referenz dafür, welche Flächen förderfähig sind.
In Deutschland heißt die Einheit Feldblock und trägt eine eindeutige Kennung, den FLIK (Flächenidentifikator). Geführt wird das Kataster von den Ländern; jedes Bundesland betreibt ein eigenes Portal (etwa FIONA in Baden-Württemberg, iBALIS in Bayern, ELAN in Nordrhein-Westfalen). In Österreich führt die AMA das Referenzsystem, die Einheit heißt Feldstück und wird über eAMA verwaltet.
Was hinterlegt ist:
- Grenzen des Feldblocks im GIS, aus Luftbildern abgeleitet.
- Nutzungsart — Ackerland, Dauergrünland, Dauerkultur, sonstige Fläche.
- Fläche in Hektar.
- Landschaftselemente im Block — Einzelbaum, Hecke, Feldrain, Feuchtgebiet. Sie sind geschützt und zählen zur förderfähigen Fläche.
- Gebietskulissen — benachteiligtes Gebiet, Natura 2000, rote Gebiete nach Düngeverordnung, erosionsgefährdete Flächen (CC-Wasser, CC-Wind).
Die Grenzen sind über die Geoportale der Länder beziehungsweise über INSPIRE öffentlich einsehbar.
Wichtig: Der Feldblock ist die Referenzfläche, der Schlag die tatsächlich bewirtschaftete Einheit. Ein Feldblock kann mehrere Schläge verschiedener Betriebe enthalten. Weicht die beantragte Fläche von der Referenz ab, folgen Rückfragen und mögliche Kürzungen — die Pflege der Daten ist deshalb Voraussetzung für jeden Förderantrag.