Schlag
Ein Schlag ist die kleinste Bewirtschaftungseinheit: eine Fläche in einem Stück, auf der ein Betrieb eine einzige Kultur anbaut. Auf den Schlägen innerhalb des Feldblocks baut der Förderantrag auf.
Im Alltag des Betriebs zählt der Schlag: das Flächenstück, das ein Betrieb ohne Unterbrechung mit einer einzigen Kultur bestellt. In Österreich heißt die entsprechende Einheit Feldstück, unterteilt in Schläge.
Der Unterschied zum Feldblock ist wesentlich: Der Feldblock ist die amtliche Referenzfläche aus Luftbildern, dauerhaft und unabhängig vom Bewirtschafter. Der Schlag ist das, was ein Betrieb im laufenden Jahr tatsächlich darauf anbaut. Ein Feldblock kann mehrere Schläge verschiedener Betriebe enthalten, und die Schlaggrenzen wechseln mit der Fruchtfolge.
Beispiel: Ein Betrieb bewirtschaftet fünf Felder — jedes ist ein Schlag. Ist ein Feld zur Hälfte mit Zuckerrüben und zur Hälfte mit Weizen bestellt, sind es zwei Schläge (dieselbe Nutzungsart Ackerland, aber unterschiedliche Kulturen).
Der Schlag ist maßgeblich für:
- Direktzahlungen — die Flächen aller Schläge werden für die Einkommensgrundstützung summiert.
- Gekoppelte Stützung und Öko-Regelungen — teils schlagbezogen zu beantragen.
- Benachteiligte Gebiete — die Gebietskulisse gilt flächenscharf.
- Erosionsschutz — die Einstufung nach Wasser- und Winderosion (CC-Wasser, CC-Wind) bestimmt Auflagen zur Bodenbearbeitung.
- Düngeplanung — die Düngeverordnung verlangt schlagbezogene Aufzeichnungen.
Die Schlagdaten werden im Sammelantrag jährlich neu erklärt; die Feldblockgrenzen pflegt dagegen die Verwaltung.