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Antrieb und Motor

Load-Sensing-Hydraulik

Auch: Load Sensing, LS-Hydraulik, bedarfsstromgeregelte Hydraulik

Die Load-Sensing-Hydraulik liefert nur so viel Ölstrom und Druck, wie der Verbraucher gerade benötigt, und spart damit Leistung und Kraftstoff.

Bei der Load-Sensing-Hydraulik meldet eine Steuerleitung den Lastdruck des jeweiligen Verbrauchers an eine Verstellpumpe zurück. Diese fördert daraufhin genau den Volumenstrom, der bei einem konstanten Differenzdruck von typischerweise 15 bis 25 bar über der Last benötigt wird. In Neutralstellung schwenkt sie fast auf null aus — die Hydraulik verbraucht dann praktisch keine Leistung mehr.

Der Unterschied zum älteren Konstantstromsystem ist erheblich: Dort fördert eine Zahnradpumpe unabhängig vom Bedarf ständig die volle Menge; alles, was nicht gebraucht wird, geht über das Druckbegrenzungsventil zurück in den Tank und wird dabei vollständig in Wärme umgewandelt. Das kostet Kraftstoff und heizt das Öl auf.

Der zweite große Vorteil ist die lastunabhängige Bewegung. Weil der Differenzdruck geregelt wird, fährt ein Zylinder bei gleicher Hebelstellung immer gleich schnell — egal ob er schwer oder leicht belastet ist. Bei Load Sensing mit Druckwaagen (LUDV) lassen sich zudem mehrere Verbraucher gleichzeitig proportional ansteuern, ohne dass der leichter belastete das gesamte Öl abzieht. Genau das braucht man beim Frontlader, wenn Heben und Kippen zusammenlaufen sollen.

In modernen Traktoren ist die Load-Sensing-Hydraulik mit Pumpenleistungen von 110 bis über 220 l/min Standard und Voraussetzung für anspruchsvolle Anbaugeräte.

Häufige Fragen

Wie funktioniert Load-Sensing-Hydraulik?

Eine Steuerleitung meldet den Lastdruck an die Verstellpumpe, die daraufhin genau den benötigten Ölstrom fördert.

Welche Vorteile bietet Load Sensing?

Deutlich geringerer Leistungsbedarf und Ölerwärmung sowie lastunabhängige, feinfühlige Bewegungen mehrerer Verbraucher gleichzeitig.

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