Dolomitkalk
Dolomitkalk ist ein Kalkdünger aus gemahlenem Dolomitgestein, der zugleich Calcium und Magnesium liefert.
Dolomitkalk wird aus gemahlenem Dolomitgestein gewonnen, einem Doppelcarbonat von Calcium und Magnesium. Handelsüblich sind etwa 30 % CaO und 15 bis 20 % MgO. Er wirkt langsam, aber lang anhaltend — anders als Branntkalk, der rasch und heftig wirkt, aber die Bodenstruktur stärker belastet.
Warum gekalkt wird: Der pH-Wert steuert praktisch alles im Boden. Er bestimmt die Verfügbarkeit fast aller Nährstoffe — Phosphor ist bei niedrigem pH festgelegt —, die Aktivität der Bodenlebewesen, die Stabilität der Krümelstruktur über die Bildung von Ton-Humus-Komplexen und die Löslichkeit von Aluminium, das im sauren Boden für die Wurzeln giftig wird. Zielwerte liegen je nach Bodenart bei pH 5,5 auf Sand bis 7,0 auf schwerem Ton.
Böden versauern laufend — durch Auswaschung, saure Niederschläge, den Entzug mit der Ernte und besonders durch physiologisch saure Stickstoffdünger. Kalkung ist deshalb keine einmalige Sanierung, sondern eine Erhaltungsmaßnahme alle drei bis vier Jahre.
Der Vorzug des Dolomitkalks liegt in der Magnesiumfracht. Er ist erste Wahl auf leichten, sauren, magnesiumarmen Standorten und im Grünland. Auf magnesiumreichen Böden ist er dagegen ungeeignet, denn ein Überschuss an Magnesium behindert umgekehrt die Kaliumaufnahme — das Verhältnis der Kationen zueinander zählt, nicht nur der Absolutgehalt.
Häufige Fragen
Wozu dient Dolomitkalk?
Er hebt den Boden-pH an und liefert dabei zugleich Calcium und Magnesium.
Wann wird Dolomitkalk ausgebracht?
Meist im Herbst auf die Stoppel oder im zeitigen Frühjahr, üblicherweise alle drei bis vier Jahre nach Bodenuntersuchung.
Worin unterscheidet er sich von normalem Kalk?
Er enthält zusätzlich Magnesium und ist deshalb auf magnesiumarmen, leichten Böden die bessere Wahl.