Superphosphat
Superphosphat ist ein Phosphordünger aus Rohphosphat und Säure, dessen Phosphat wasserlöslich und damit sofort verfügbar ist.
Superphosphat entsteht durch den Aufschluss von Rohphosphat mit Säure. Das Einfachsuperphosphat wird mit Schwefelsäure hergestellt und enthält rund 18 % P₂O₅ sowie etwa 11 % Schwefel; das Triple-Superphosphat wird mit Phosphorsäure aufgeschlossen und kommt auf 45 bis 46 % P₂O₅, dafür ohne nennenswerten Schwefel.
Der Aufschluss ist der eigentliche Punkt: Rohphosphat selbst ist so schwer löslich, dass Pflanzen es kaum nutzen können. Erst die Umwandlung in wasserlösliches Monocalciumphosphat macht den Phosphor verfügbar.
Phosphor in der Pflanze ist der Energieträger — als ATP steckt er in jedem Stoffwechselvorgang — und maßgeblich für Wurzelentwicklung, Blütenbildung und Kornansatz. Mangel zeigt sich an jungen Pflanzen durch gehemmtes Wachstum und rötlich-violette Verfärbung, besonders bei Mais in kalten Frühjahren; kalter Boden bremst nämlich sowohl die Nachlieferung als auch die Wurzelaktivität.
Das große Problem des Phosphors ist die Festlegung. Anders als Nitrat wandert er kaum, wird aber schnell an Calcium, Eisen und Aluminium gebunden. Die Verfügbarkeit ist bei pH 6,0 bis 7,0 am höchsten; darunter und darüber sinkt sie deutlich. Kalkung ist deshalb oft wirksamer als eine weitere Phosphorgabe. Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung und Gehaltsklasse; die Düngeverordnung begrenzt die Phosphatdüngung bei hohen Bodengehalten ausdrücklich.
Hinzu kommt die Rohstofffrage: Phosphat ist endlich und wird überwiegend importiert, weshalb die Rückgewinnung aus Klärschlamm in Deutschland ab bestimmten Anlagengrößen inzwischen gesetzlich verlangt wird.
Häufige Fragen
Was ist Superphosphat?
Ein Phosphordünger, der durch Aufschluss von Rohphosphat mit Säure entsteht und wasserlösliches, sofort verfügbares Phosphat liefert.
Wofür braucht die Pflanze Phosphor?
Als Energieträger im Stoffwechsel sowie für Wurzelentwicklung, Blütenbildung und Kornansatz.
Wann ist Phosphor am besten verfügbar?
Bei einem Boden-pH zwischen 6,0 und 7,0 — darunter und darüber wird er festgelegt.