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Technik

Scheibenegge

Auch: Kurzscheibenegge, Scheibengrubber

Die Scheibenegge ist ein Bodenbearbeitungsgerät für die flache Stoppelbearbeitung.

Die Scheibenegge arbeitet mit angestellten Hohlscheiben, die den Boden schneiden, mischen und rückverfestigen. Sie ist das Standardgerät für die flache Stoppelbearbeitung unmittelbar nach der Ernte: Sie bricht die Kapillarität, mischt Ernterückstände flach ein und regt Ausfallgetreide und Unkrautsamen zum Keimen an, damit sie in einem zweiten Arbeitsgang beseitigt werden können.

Die heute verbreitete Kurzscheibenegge hat zwei Scheibenreihen an einzeln aufgehängten Zinken mit gummigefederter Lagerung und eine Nachlaufwalze. Sie arbeitet zwei bis acht Zentimeter tief, braucht viel Zugleistung je Meter Arbeitsbreite, ist dafür aber sehr flächenleistungsstark — Fahrgeschwindigkeiten von 12 bis 15 km/h sind üblich.

Gegenüber dem Grubber mischt sie intensiver und hinterlässt eine ebenere Oberfläche, arbeitet aber weniger tief und lockert kaum. Auf steinigen Böden ist sie weniger empfindlich als Zinkengeräte; bei feuchten, tonigen Böden neigt sie zum Verschmieren der Bearbeitungssohle.

Die flache Stoppelbearbeitung ist zugleich eine Hygienemaßnahme: Sie fördert die Rotte der Ernterückstände und senkt damit den Infektionsdruck durch Fusarium in der Folgefrucht.

Häufige Fragen

Wozu dient eine Scheibenegge?

Zur flachen Stoppelbearbeitung: Sie mischt Ernterückstände ein, unterbricht die Kapillarität und regt Ausfallsamen zum Keimen an.

Worin unterscheiden sich Scheibenegge und Grubber?

Die Scheibenegge mischt intensiv und arbeitet flach mit hoher Flächenleistung, der Grubber lockert tiefer und hinterlässt eine gröbere Struktur.

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