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Imkerei

Flugloch

Auch: Einflugöffnung, Flugspalt

Das Flugloch ist die Öffnung der Beute, durch die die Bienen ein- und ausfliegen; zugleich ist es die erste Verteidigungslinie des Volkes.

Das Flugloch liegt an der Vorderseite der Beute, meist als schmaler Spalt über die ganze Breite. Bei Magazinbeuten ist es typischerweise 10 bis 20 mm hoch und über einen Fluglochkeil oder Fluglochschieber in der Breite regulierbar.

Im Sommer wird es weit geöffnet, damit der starke Flugbetrieb ungehindert läuft und die Beute gut ventiliert wird. Im Herbst wird es verengt, damit sich das Volk gegen Räuberei, Wespen und Hornissen leichter wehren kann; zum Winter kommt ein Mäusegitter davor, denn eine eingezogene Maus zerstört das Wabenwerk. Ganz verschlossen wird das Flugloch nur beim Transport.

Als Verteidigungslinie funktioniert es über die Wächterbienen: Sie kontrollieren jede ankommende Biene über Geruch und Berührung. Fremde Sammlerinnen aus anderen Völkern, Wespen und Hornissen werden abgewehrt. Wie gut das gelingt, hängt unmittelbar von der Volksstärke ab — ein schwaches oder weiselloses Volk wird ausgeräubert.

Die Beobachtung am Flugloch ist die schnellste Diagnose, ganz ohne die Beute zu öffnen: reger Anflug mit Pollenhöschen am Vormittag spricht für ein starkes Volk mit offener Brut; herausgetragene Larven, verkrüppelte Bienen, Kotspritzer am Flugbrett oder ein plötzlich stiller Stand sind Warnzeichen.

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