DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Präzisionslandwirtschaft

Ertragsmessung (Yield Monitor)

Auch: Ertragsmonitor, Ertragskartierung, yield mapping

Der Ertragsmonitor misst im Mähdrescher laufend den Kornfluss und die GPS-Position — daraus entsteht eine Ertragskarte des Schlags.

Der Ertragsmonitor ist ein System im Mähdrescher, das während der Ernte fortlaufend erfasst:

  1. Die Kornmenge im Elevator (über einen Prall- oder optischen Sensor).
  2. Die Kornfeuchte (kapazitiv oder über NIR) — zur Umrechnung auf einheitliche Feuchte.
  3. Schneidwerksbreite und Fahrgeschwindigkeit — daraus die je Sekunde geerntete Fläche.
  4. Die GPS-Position im Sekundentakt.

Das Ergebnis sind Punktdaten (Länge, Breite, kg je Fläche), die zu einer Ertragskarte des Schlags interpoliert werden.

Die wichtigsten Systeme:

  • John Deere Operations Center
  • Case IH AFS und New Holland IntelliView — gemeinsame Plattform im CNH-Konzern.
  • Claas TELEMATICS
  • Trimble und andere herstellerübergreifende Lösungen

Warum die Karte zählt: Ein Mähdrescher ohne Ertragsmessung ist nur eine Erntemaschine, kein Datenlieferant. Die Ertragskarte einer Saison ist die Grundlage der teilflächenspezifischen Düngung im Folgejahr — mehr Phosphor und Kalium dorthin, wo tatsächlich entzogen wurde, weniger dorthin, wo der Ertrag ohnehin begrenzt ist.

Praktische Hinweise: Der Monitor muss einmal je Saison und Frucht gegen eine geeichte Waage kalibriert werden (die Abweichung liegt dann bei ein bis drei Prozent). Der Feuchtesensor ist täglich zu reinigen — ein verstaubter Sensor verschiebt sämtliche Werte. Randbeete und Wendevorgänge sollten aus der Auswertung herausgefiltert werden, sonst verzerren sie die Karte.

← Zurück zum Glossar