Ertragsmessung (Yield Monitor)
Der Ertragsmonitor misst im Mähdrescher laufend den Kornfluss und die GPS-Position — daraus entsteht eine Ertragskarte des Schlags.
Der Ertragsmonitor ist ein System im Mähdrescher, das während der Ernte fortlaufend erfasst:
- Die Kornmenge im Elevator (über einen Prall- oder optischen Sensor).
- Die Kornfeuchte (kapazitiv oder über NIR) — zur Umrechnung auf einheitliche Feuchte.
- Schneidwerksbreite und Fahrgeschwindigkeit — daraus die je Sekunde geerntete Fläche.
- Die GPS-Position im Sekundentakt.
Das Ergebnis sind Punktdaten (Länge, Breite, kg je Fläche), die zu einer Ertragskarte des Schlags interpoliert werden.
Die wichtigsten Systeme:
- John Deere Operations Center
- Case IH AFS und New Holland IntelliView — gemeinsame Plattform im CNH-Konzern.
- Claas TELEMATICS
- Trimble und andere herstellerübergreifende Lösungen
Warum die Karte zählt: Ein Mähdrescher ohne Ertragsmessung ist nur eine Erntemaschine, kein Datenlieferant. Die Ertragskarte einer Saison ist die Grundlage der teilflächenspezifischen Düngung im Folgejahr — mehr Phosphor und Kalium dorthin, wo tatsächlich entzogen wurde, weniger dorthin, wo der Ertrag ohnehin begrenzt ist.
Praktische Hinweise: Der Monitor muss einmal je Saison und Frucht gegen eine geeichte Waage kalibriert werden (die Abweichung liegt dann bei ein bis drei Prozent). Der Feuchtesensor ist täglich zu reinigen — ein verstaubter Sensor verschiebt sämtliche Werte. Randbeete und Wendevorgänge sollten aus der Auswertung herausgefiltert werden, sonst verzerren sie die Karte.