Dreipunkthydraulik
Die Dreipunkthydraulik ist die genormte Aufnahme für Anbaugeräte am Heck oder an der Front des Traktors — zwei Unterlenker und ein Oberlenker.
Die Dreipunkthydraulik ist die wichtigste Normung der Landtechnik überhaupt: Sie erlaubt, praktisch jedes Anbaugerät an praktisch jeden Traktor zu hängen. Erfunden hat sie Harry Ferguson in den 1930er-Jahren (Ferguson-System).
Die Bauteile:
- Zwei Unterlenker — hydraulisch ausgehoben, sie bestimmen die Arbeitshöhe des Geräts.
- Ein Oberlenker — längenverstellbar, er bestimmt die Neigung des Geräts.
- Stabilisatoren — sie begrenzen die seitliche Beweglichkeit.
Kategorien nach Tragfähigkeit und Bolzendurchmesser:
- Kat. I — kleine Traktoren bis etwa 40 PS, Bolzen 22 mm.
- Kat. II — mittlere Traktoren von 40 bis 100 PS, Bolzen 28 mm.
- Kat. III — große Traktoren von 80 bis 225 PS, Bolzen 36 mm.
- Kat. IV — die größten ab 180 PS, Bolzen 45 mm.
- Kat. III-N und IV-N — schmalere Ausführungen für bessere Handhabung.
Die Hubkraft wird an den Koppelpunkten angegeben — typischerweise etwa 3 500 kg bei Kat. II, 6 500 kg bei Kat. III und über 12 000 kg bei Kat. IV. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Hubkraft an den Koppelpunkten und der geringeren Hubkraft im gesamten Hubbereich.
Die Fronthydraulik ist bei Premiumtraktoren heute üblich: Sie erlaubt Kombinationen aus Front- und Heckgerät in einer Überfahrt und steigert damit die Schlagkraft erheblich.