Gemeine Spinnmilbe
Die Gemeine Spinnmilbe saugt an Blättern von Hopfen, Gemüse und Zierpflanzen und verursacht Sprenkelung, Bronzefärbung und Blattfall.
*Tetranychus urticae* ist eine kaum einen halben Millimeter große Milbe mit sehr breitem Wirtskreis — Hopfen, Erdbeere, Gemüse, Obst, Zierpflanzen und im Gewächshaus praktisch alles. Sie saugt an der Blattunterseite; das Schadbild beginnt als feine helle Sprenkelung, geht in eine bronzefarbene Verfärbung über und endet bei starkem Befall in feinen Gespinsten und Blattfall.
Warm und trocken ist ihr Wetter. Bei 30 °C dauert eine Generation nur etwa eine Woche, sodass sich innerhalb einer Saison zahllose Generationen aufbauen. Genau deshalb ist sie ein Gewächshausproblem ersten Ranges und im Freiland vor allem in Hitzesommern relevant.
Zwei Dinge machen die chemische Bekämpfung schwierig. Erstens die Resistenz: Die kurze Generationsdauer lässt Resistenzen extrem schnell entstehen, gegen praktisch jede Akarizidgruppe gibt es dokumentierte Fälle. Zweitens — und das ist der häufigste Fehler in der Praxis — sind es oft Insektizide gegen andere Schädlinge, die den Spinnmilbenbefall erst auslösen: Breit wirkende Pyrethroide töten die natürlichen Gegenspieler, während die Milben selbst kaum getroffen werden. Der Befall explodiert danach.
Der biologische Weg funktioniert hier ausgesprochen gut. Die Raubmilbe *Phytoseiulus persimilis* ist im Gewächshaus seit Jahrzehnten Standard und der Chemie überlegen. Im Freiland helfen ausreichende Wasserversorgung, hohe Luftfeuchte und der Verzicht auf nützlingsschädliche Mittel.
Häufige Fragen
Wie erkennt man einen Spinnmilbenbefall?
An feiner heller Sprenkelung, später bronzefarbenen Blättern und bei starkem Befall an feinen Gespinsten.
Wie beugt man Spinnmilben vor?
Durch ausreichende Wasserversorgung, hohe Luftfeuchte, Verzicht auf nützlingsschädliche Breitbandmittel und den Einsatz von Raubmilben.