Teilbreitenschaltung (Section Control)
Die Teilbreitenschaltung schaltet Sektionen von Feldspritze, Sämaschine oder Düngerstreuer per GPS automatisch ab — am Vorgewende, im Keil und bei Überlappung. Das spart 5 bis 15 % Betriebsmittel.
Die automatische Teilbreitenschaltung (ISOBUS-Funktion TC-SC — Task Controller Section Control) schaltet einzelne Sektionen eines Geräts anhand der GPS-Position und der bereits behandelten Fläche selbsttätig ab und wieder zu.
Anwendung:
- Feldspritze — ein Gestänge von 24 bis 36 m ist in 6 bis 48 Sektionen unterteilt, bei Einzeldüsenschaltung sogar je Düse. Am Vorgewende, im Keil und an unregelmäßigen Schlagrändern schalten die überlappenden Sektionen ab.
- Sämaschine — Abschaltung einzelner Reihen oder Sektionen im bereits gesäten Bereich.
- Düngerstreuer — Grenzstreuen und Anpassung des Streubilds nach Position.
Wie es funktioniert:
- Der RTK-Empfänger liefert die Position auf wenige Zentimeter genau.
- Der Task Controller führt eine Applikationskarte des bereits Behandelten.
- Beim nächsten Überfahren schaltet er die Sektionen ab, die in bereits behandeltes Gebiet geraten würden.
Einsparung:
- Feldspritze: 5 bis 15 % — bei rechteckigen Schlägen am unteren, bei kleinteiligen und unregelmäßigen Flächen am oberen Ende.
- Dünger: 5 bis 10 %.
- Saatgut: 3 bis 8 %.
Wirtschaftlichkeit am Beispiel eines Betriebs mit 200 ha: Bei Pflanzenschutzkosten von etwa 250 €/ha und 10 % Einsparung ergeben sich rund 5 000 € im Jahr. Dem stehen die Kosten der Nachrüstung und der ISOBUS-Lizenz gegenüber — die Amortisation liegt typischerweise bei zwei bis fünf Jahren.
Über die reine Kostenersparnis hinaus verringert die Teilbreitenschaltung Überdosierungen und damit das Risiko von Rückständen und Kulturschäden — ein zunehmend wichtiges Argument gegenüber Behörden und Abnehmern.