ISOBUS
ISOBUS ist ein genormter Datenbus zwischen Traktor und Anbaugerät (Feldspritze, Sämaschine, Presse), der den Datenaustausch und die Bedienung über ein einziges Terminal ermöglicht.
ISOBUS (ISO 11783) ist die internationale Norm, über die Traktor, Anbaugerät und das Terminal in der Kabine miteinander Daten austauschen. Vor ISOBUS hatte jeder Gerätehersteller ein eigenes Kabel und Protokoll — eine Sämaschine von John Deere ließ sich nicht ohne kompletten Elektroniktausch an einen Traktor von New Holland hängen.
Was ISOBUS ermöglicht:
- UT (Universal Terminal) — eine Anzeige in der Kabine für alle ISOBUS-Geräte. Hängt man eine Sämaschine von Lemken an einen Fendt, erscheint deren Bedienoberfläche auf dem Fendt-Display.
- TC-BAS (Task Controller Basic) — Erfassung der bearbeiteten Fläche und des Materialverbrauchs.
- TC-GEO (Task Controller Geo) — Applikationskarten nach GPS-Position (teilflächenspezifische Ausbringung).
- TC-SC (Section Control) — automatisches Abschalten von Teilbreiten am Vorgewende und bei Überlappung.
- TIM (Tractor Implement Management) — das Anbaugerät steuert den Traktor (Geschwindigkeit, Heckhubwerk) je nach Arbeitssituation.
ISOBUS-Funktionen sind lizenziert — der Traktorhersteller berechnet UT, TC-BAS, TC-GEO und weitere einzeln (etwa 200 bis 3 000 € je Funktion). Prüfen Sie vor dem Kauf in der AEF-Datenbank (aef-online.org), ob die Kombination aus Traktor und Gerät zertifiziert ist.